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Für Reisesüchtige & Sich-Selbst-Finder

Herbsttrip nach London – Tipps und Warnungen

Herbsttrip nach London – Tipps und Warnungen

Unsere Herbstreisen Ende Oktober sind ja schon beinahe Tradition. Nach Dortmund, Prag und der Toskana in den Vorjahren ging es diesmal in Großbritanniens Hauptstadt London. Warum man sich um das Wetter keine Sorgen machen muss und was man an einem verlängerten Wochenende in London so erleben kann, lest ihr hier.

Vorab: Runde Geburtstage sind ja immer so eine Sache. Ich hab mit meinem 30er ordentlich gehadert – plötzlich eine Drei vorne stehen zu haben, war schon irgendwie seltsam. Um es kurz zu machen: ja, ich fühlte mich auf einmal alt. Eine meiner besten Freundinnen weiß aber ganz genau, womit man mich immer aufheitern kann: mit einer Reise. Also bekam ich zum Geburtstag einen Städtetrip meiner Wahl geschenkt 🙂 Nun gut, 10 Monate später (vorher fanden wir keinen passenden Termin – Businessfrauen haben es halt nicht leicht 😉 ) ging es mit unseren Männern an der Seite also nach London.

Das Wetter

Unsere größte Angst, Ende Oktober nach London zu fliegen, war, dass wir dort richtig mieses, nebliges und feuchtes Herbstwetter haben könnten. Nun ja, als wir ankamen hat es tatsächlich ein wenig genieselt, aber das war´s dann auch schon. Die restlichen drei Tage zeigten sich fast durchgehend in ihrem schönsten Herbstkleid! Sonnenschein, 17°C, Picknick im Park – wir hatten wirklich goldene Herbsttage erwischt. Also lasst eure Bedenken bezüglich nasskaltem Wetter ruhig zuhause! Der Spruch „Wenn Engel reisen, wird sich´s Wetter weisen“ hat sich also mal wieder bewahrheitet 😉

So schön ist der Herbst in London

Ein abwechslungsreiches Programm

Sightseeing

Wir haben die 4 Tage (naja, eigentlich 3, wenn man den pannenreichen Anreisetag mal weglässt) wirklich gut genutzt, und uns einiges angesehen. Dabei erlebt man London vor allem, wenn man spazieren geht und sich von der Stadt treiben lässt. Wir haben, obwohl wir auch viel Bus und U-Bahn gefahren sind und auch öfters einmal wo eingekehrt sind, in den 4 Tagen an die 80.000 Schritte (ca. 54 Kilometer) zurückgelegt!

Was haben wir dabei alles gesehen und erlebt? Nun, eine Fahrt mit dem London Eye war dabei, um London einmal von oben zu sehen (und ich liebe Riesenräder 🙂 ), eine Schifffahrt auf der Themse ebenso. So betrachtet man London einmal aus einer anderen Perspektive, und bei der Schifffahrt erhält man den wirklich besten Blick auf die Tower Bridge! Zusätzlich gibt es noch wertvolle Infos zu allen Gebäuden rund um das Ufer der Themse.

Das London Eye von der Themse aus

Wir haben uns auch das Nobelkaufhaus Harrods angeschaut und sogar ein paar Dinge gefunden, die wir uns leisten konnten 😉 Es ist jedenfalls ein dekadentes Erlebnis sondergleichen, einmal durch die Stockwerke zu bummeln – und am WC mit Düften und Handcremen beglückt zu werden!

Das wohl bekannteste Kaufhaus Europas – Harrods in London

Ganz besonders interessant war ein Besuch des National Army Museums. Wer glaubt, dass es hier um Heroisierungen und Romantisierung von Soldaten und Krieg geht, der irrt. In multimedialen Ausstellungen werden hier der Beruf des Soldaten, Kriegspropaganda, Kriegsmaterialien und die Geschichte der englischen Kriegsbeteiligungen kritisch und sehr berührend dargestellt. Der Eintritt ist übrigens frei!

Eine Ausstellung über Medien, Gesellschaft und die Army im National Army Museum

Wir haben außerdem der St. Pauls Cathedral einen Besuch abgestattet – ein wirklich wunderschöne Kirche, in der man schon mal die Zeit vergisst, weil es so viel zu sehen gibt dort drin. Von der Krypta bis fast zur Spitze ist die Kirche für ihre Besucher begehbar – allerdings zu einem stolzen Preis von 18 Pfund. Normalerweise hat man von der „Golden Gallery“ ganz oben auch einen super Ausblick auf die Stadt. Diese war aber leider zum Zeitpunkt unseres Besuchs wegen Renovierungsarbeiten geschlossen.

Die St. Pauls Cathedral – die größte Kirche Londons

Das meiste haben wir allerdings während unserer Spaziergänge betrachtet, wie zum Beispiel das House of Parliament, die Westminster Abbey, den Buckingsham Palace, den Tower of London, die Tower Brigde, die Oxford Street, den Hyde Park, den St. James Park mit seinen unglaublich zutraulichen Eichhörnchen, die Camden Street und die Stadtviertel Soho und Notting Hill.

Wozu diese Absperrpfosten alles gut sind? Zum Beispiel für ein cooles Foto vor der Tower Bridge 🙂

Und uns dabei ganz viel Zeit genommen, die Gastroszene in London zu erkunden 🙂

Kulinarik

Ich habe bisher noch keine Stadt gesehen, die auf einem Fleck so viele verschiedene Küchen vereint wie London. Besonders auffallend ist die hohe Dichte an italienischen und asiatischen Restaurants, aber wer will, kann hier auch hervorragend afghanisch oder mexikanisch Essen.

Ein Weg, um die hippe Nachwuchsgastroszene hier in London zu erleben, ist, auf einen Market zu gehen – davon gibt es in hier ja unzählige. Wir haben auf Anraten des Bloggerkollegen von Hard Rock Travels jenen in Camden Lock besucht und waren fasziniert von der Vielfalt und guten Qualität der Speisen an den Ständen. Vergesst also alle Streetfoodmarkets, die ihr vielleicht aus eurer Stadt kennt, und geht auf einen richtigen in London 😉

Der Camden Market in Camden Lock ist auf alle Fälle einen Besuch wert

Eine andere Möglichkeit zu Essen, und das noch recht günstig, ist, sich an einem der vielen Stände etwas zu besorgen und im Park zu „dinieren“. Nachdem drei von uns vier der absoluten Sushi- bzw. Makisucht verfallen sind, kauften wir uns bei „Wasabi“, einer Sushikette mit kleinen Ständen oder Geschäften fast überall in London, genau solche und picknickten dann im wunderschönen St. James Park damit.

Auch dieses Eichhörnchen macht ein Picknick im Park

Natürlich ließen wir uns auch Bars und Pubs nicht entgehen – welche wir guten Gewissens weiterempfehlen, lest ihr –>hier<– in einem eigenen Artikel 🙂

Planungsfehler

Sowohl in London als auch bereits ein paar Tage davor haben wir bemerkt, dass uns in der Planung dieses Trips ein paar Fehler unterlaufen sind. Als Memo an mich selbst und als Warnung für euch möchte ich euch von diesen hier berichten.

  • Wer in den sensationellen Sky Garden will, einer Bar inkl. Garten ganz hoch oben mit Blick über die Stadt, muss sich ein kostenloses Ticket rechtzeitig reservieren. Von der Onlinereservierung habe ich zwar gewusst, aber leider war ich ein paar Tage vor der Reise scho viel zu spät dran, um für unser Wochenende noch eines zu bekommen. Also nach der Flugbuchung auch gleich für den Sky Garden mit reservieren!

  • Dasselbe ist uns bei den Harry Potter Studios passiert. Leichtfertig bin ich leider erst viel zu spät auf die Homepage gegangen, um Tickets zu kaufen. Das nächstmögliche hätte ich erst eine Woche nach unserem Trip bekommen – schade, denn eigentlich habe ich mich als Harry Potter Fan sehr darauf gefreut. Aber es muss ja auch einen Grund geben, um wiederzukommen, oder? 😉

  • Bequem wie wir sind, haben wir selbstverständlich auch nur Kleidung im Casuallook eingepackt, und bei der Recherche nach dem „Aqua Shard“ (ein Lokal in dem größten Gebäude Londons, dem „Shard“), in welches wir eigentlich vorhatten zu gehen, festgestellt, dass wir dort mit unseren gemütlichen Converse-Tretern keinen Zugang haben werden. Naja, das nächste Mal also feine Schühchen mitnehmen (Falls jetzt jemand anmerken will, wir hätten uns doch was feines kaufen können: Nein, denn der geringe Platz im Handgepäckskoffer war bereits für weitere Converse reserviert 😉 )

    „The Shard“ – das höchste Gebäude der Stadt und Sitz einiger Bars und Restaurants
  • Wir haben zwar bereits online ein Ticket für das London Eye gekauft, allerdings kein Fast Lane Ticket, womit man ziemlich flott hineinkommt. Als wir die endlose Schlange am Nicht-Fast-Lane Eingang entdeckten, waren wir kurz davor, einfach drauf zu pfeifen. Zum Glück (naja, sie wären wohl doof, wenn sie sich dieses Geschäft entgehen lassen würden) fanden wir dann einen Schalter, an dem man die bestehenden Tickets um 10 Pfund zu Fast Lane Tickets upgraden lassen kann. Das nächste Mal bei beliebten Sehenswürdigkeiten aber besser gleich so buchen!

  • Wer wie wir erst am Abend heimfliegt, muss sich ja etwas für sein Gepäck überlegen. Da wir in anderen Städten mit Schließfächern am Bahnhof für die Gepäckabgabe schon gute Erfahrungen gemacht hatten, nahmen wir fatalerweise an, dass dies auch hier kein Problem wäre. Tja – falsch gedacht. An unserem Abfahrtsort Victoria Station gibt es zwar die Möglichkeit, das Gepäck abzugeben, allerding an einem von Personen betreuten Schalter, denn die Schließfächer wurden hier vor einiger Zeit abgeschafft. Das kostet aber – und so haben wir für 4 Handgepäckskoffer sage und schreibe 50 Pfund für 4,5 Stunden Abgabe bezahlt. Das nenn ich wirklich mal eine ordentliche Abzocke! Wer sein Gepäck also nicht durch die Stadt schleppen will (und nein, das wollte ich absolut nicht), sollte sich also rechtzeitig um Alternativen kümmern. Wir werden uns das nächste Mal ein Hotel in Bahnhofsnähe nehmen, in dem wir die Koffer bis zu unserer Abfahrt deponieren können.

… und eine Panne

Kennt ihr solche Aktionen, von denen ihr in vielen Jahren noch redet? Oft sind es mehr oder weniger tragische Pannen, über die man im Nachhinein zum Glück lachen kann. Wir haben nun auch eine Geschichte mehr, die in dieses Kategorie fällt! Es würde den Rahmen sprengen, diese Geschichte im Detail zu erzählen, aber kurz gesagt: wir fanden keinen Schlüssel zu unserem gebuchten AirBnb Appartement und der Vermieter war nicht erreichbar! Hungrig und ziemlich genervt saßen wir dann auch noch in einem Pub, in dem, wie wir später lesen konnten, die „Kitchen closed“ war.

Nach einer kurzen Verschnauf- und Nachdenkpause beschlossen wir, uns ein Hotel in der Nähe zu suchen, und hatten wirklich Glück! Das Eurotraveller Premier Hotel liegt zwar etwas außerhalb des Zentrums und nicht gerade in einem schönen Viertel, aber die Zimmer sind absolut ok und das Frühstücksbuffet ist gut. Mit ein wenig Verhandlungskunst konnten wir auch noch einen echt guten Preis rausschlagen und bezahlten so im Endeffekt inklusive Frühstück weniger als wir für das Appartement bezahlt hätten. Den Kontakt mit AirBnb möchte ich an dieser Stelle auch positiv hervorheben, die nach einem kleinen Zeitfenster, in dem sie den Vermieter erreichen wollten, unsere Buchung selbstverständlich storniert und das Geld refundiert haben.

Wir fanden also am selben Tag noch eine wirklich gute Lösung für unser Problem und konnten zufrieden die tollen, sonnigen Tage in London genießen und uns von dieser großartigen Stadt total in ihren Bann ziehen lassen. Beim Heimflug waren wir uns ziemlich sicher: Wir kommen wieder 🙂

Psychologische Effekte der Reise

Dabei konnte ich mich verlieren: Bei Harrods! So viele Stockwerke, so viel Wirrwarr, so viel zu shoppen, so wenig Geld 🙁

Da hab ich mich selbst gefunden: Bei der Schifffahrt auf der Themse hab ich wieder mal gemerkt, wie sehr ich es liebe, auf dem Wasser zu sein

Besonders intensiver Eindruck: Die berührenden Darstellungen des Soldatenlebens mit all ihren Schattenseiten im National Army Museum

Lernerfahrung für mich: Es gibt wirklich für jedes Problem eine Lösung! Alles wird gut 🙂

Drei wesentliche Gefühle dieser Reise: Lebendigkeit, innerliche Unruhe, Heiterkeit

Fotogallerie


Nützliche Links*

Günstige Flüge findest du auf Momondo.at

Das Kombiticket für das London Eye und die Themsefahrt haben wir hier gebucht.

Damit es euch nicht gleich geht wie uns, sucht euch am Besten gleich ein tolles Hotel auf Booking.com 😉


Booking.com

 

*hier verweise ich auf Flüge, Hotels, Dienstleistungen oder Produkte, von denen ich überzeugt bin, die mir selbst hilfreich sind und waren. Warum? Zum einen gebe ich meine positiven Erfahrungen gerne weiter, zum anderen bessert es mein Reisebudget ein wenig auf, wenn ihr über meinen Blog etwas kauft. Es kostet euch nicht mehr, aber ich erhalte eine kleine Provision.


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