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Für Reisesüchtige & Sich-Selbst-Finder

Reisen entspannt (nicht)

Reisen entspannt (nicht)

Entspannung

Wenn man sich die Arbeit macht, die Wirkungen von Reisen zu recherchieren, kommt man über den Begriff „Urlaub“ recht bald einmal zu folgendem Ergebnis: Urlaub entspannt. Welch unglaublich einleuchtendes Faktum. Nun, liest man weiter, folgt für Kurzurlauber wie mich die große Ernüchterung: die entspannende Wirkung tritt erst nach 10 Tagen auf. Aha. Wie kommt es dann, dass ich mich dennoch irgendwie entspannt fühle, auch wenn wir nur 4 Tage in einer lauten Großstadt unterwegs waren?

Wie kann man da nicht happy sein?

 

Diese Frage nahm viele Denkstraßen in meinem Gehirn, führte zu fast fühlbaren Verknotungen und intensiver Beschäftigung mit meiner Art und Weise, Entspannung zu verstehen. Machte ich mir vielleicht nur etwas vor und war ich gar nicht entspannt? Dann müsste ich aber meiner gesamten Selbstwahrnehmung zweifeln, was ich angesichts meiner vielen Selbstreflexion aber doch irgendwie bezweifle. Wobei ich die Tendenz, mich selbst zu belügen, natürlich schon kenne. Aber ich denke, daran liegt es nicht. Glaub ich halt. Also begab ich mich weiter auf eine innere Suche. Könnte es sein, dass ich einfach in wahnsinnig guten Betten schlafe? Oder beim Heimfahren meistens Beifahrerin bin? Wieso geht das dann alles so schnell, in wenigen Tagen? Nein, das kann es wohl auch nicht sein. Und dann ging mir ein Licht auf.

Einmal kurz in der Wand chillen

Oder doch nicht?

Vielleicht habe ich einfach nicht das gleiche Verständnis vom Begriff Entspannung wie die verschiedenen Studienautoren. Natürlich habe ich im Studium die Definition von „Entspannung“ mal irgendwann gelernt, aber sowas bleibt ja allerlängstens bis zur Prüfung hängen. Und das eigene Verständnis von Dingen ist damit schwer zu ändern. Also schauen wir mal, was bedeutet „Entspannung“ nun im engeren psychologischen Sinn? Ein psychologisches Wörterbuch definiert es als „kurzfristigen oder langanhaltenden Zustand reduzierter metabolischer, zentralnervöser und bewusster Aktivität“. Okay, demnach bin ich auf Reisen wirklich selten entspannt, denn ich bin meistens voll bewusst, mit viel positiver Aufregung ständig unterwegs.

Erholung, du wunderbares Wort!

Nun, wie kann ich diese subjetive Wahrnehmung von Entspannung dann nennen? Ich denke, der Begriff Erholung trifft es laut Definition schon eher, denn dieser meint den „Prozess des Wiedererlangens von psychischer und physischer Aktiviertheit“ . Ja, damit kann ich etwas anfangen. Ich fühle mich nach einer Reise irgendwie aufgeladen, neu gestartet, voller Energie. Auch, wenn der Trip anstrengend war. Da muss es also etwas geben, was trotz offensichtlichem Energieverlust zu Erholung führt. Einen Booster sozusagen. Ich gehe davon aus, dass Neurotransmitter wie Serotonin und Dopamin so einen Energieschub erzeugen. Serotonin reguliert unter anderem unsere Stimmung und die Produktion kann etwa durch Licht und Bewegung angekurbelt werden – und davon habe ich ja tatsächlich genug wenn ich auf Reisen bin. Dopamin wird ebenfalls durch Bewegung, aber auch durch das Erreichen von Zielen ausgeschüttet (Belohungssystem), was bei einer Reise ja meist der Fall ist. Beides sorgt für ein Gefühl, dass man kurzerhand mit dem Wort „Glück“ umschreiben kann.

After-Hiking-Schläfchen

Okay, zusammengefasst kann ich nun sagen: Egal ob Kurztrip oder zweiwöchiger Sommerurlaub – meine Art zu Reisen (viel Sehen, viel Gehen, und zwischendurch ein bisschen Action) entspannt nicht, sondern macht mich einfach glücklich. Und mit dem Glück kommt der wunderbare Effekt der Erholung. That´s it.


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