Reisen nach dem Coronavirus – ein Blick in die Zukunft

Reisen nach dem Coronavirus – ein Blick in die Zukunft

Menschen, die gerne reisen, stellen sich zurzeit Fragen wie „Wird man bald wieder wie gewohnt reisen können?“ oder „kann ich im Sommer ins Ausland in den Urlaub fahren?“ Und das fragt man sich zurecht, denn niemand kann gerade abschätzen, ob und wie sich unsere Reisepläne die nächsten Monate verwirklichen lassen. Ohne einen Anspruch auf prognostische Genauigkeit habe ich Reiseblogger gefragt: Wie wird das Reisen nach dem Coronavirus aussehen? Die Antworten und ein paar Fakten habe ich nun hier zusammengefasst.

Wie werden wir nach der Coronakrise reisen?

Natürlich kann niemand vorhersehen, wie sich die Tourismusbranche nach der Coronakrise erholen wird, niemand kann sagen, wie lange wir nicht ins Ausland dürfen. Dennoch fand ich die Idee spannend, jene Leute zu ihrer Einschätzung zu fragen, die sich sehr gut mit der Thematik „Reisen“ auskennen: Reiseblogger.

So sind verschiedene Zukunftsszenarien entstanden. Einige ähneln sich in ihrer skeptischen, kritischen Sichtweise, andere muten positiv an. Was genau zutreffen wird, werden wir evaluieren, wenn Corona Geschichte ist. Nun sind erstmal die Reiseexperten am Wort.

Bank und Bäume vor Gardasee
Wohin und wie werden wir in den nächsten Monaten reisen? Ein Ausblick…

Reisen nur mit Impfung

Das glaubt Inka von Blickgewinkelt:

In meinem Coronatagebuch schreibe ich das „danach“ stets in Anführungszeichen, denn ich frage mich, wann wir wissen werden, dass es wirklich vorbei ist. Insbesondere auch, wenn wir die ganze Welt betrachten, können wir ja leider sehr sicher sein, dass die Impfung, das einzige Mittel, das in mittelbarer Zukunft diese Pandemie wirklich beenden kann, zuerst uns in Europa zugute kommen wird, und erst dann den vielen Menschen in den vielen „prekären“ Ländern, die ohnehin sehr viel mehr unter der Pandemie leiden müssen.

„Danach“ wird es noch vereinzelte Covid-19-Fälle in Europa geben, die Todesrate wird jedoch gering sein, weil die Gesundheitsversorgung nicht mehr überlastet sein wird. Auch wenn wir uns wieder trauen, mit dem Zug nach Italien zu reisen (denn die wenigen staatlich finanzierten Airlines werden zu teuer sein) oder mit dem Auto nach Frankreich, obwohl die Grenzkontrollen mit Impfausweispflicht sehr nervig sind, kommt eine Fernreise erst einmal nicht in Frage. Niemand weiß genau, ob die Impfungen in den letzten Winkeln Afrikas oder Südamerikas nun wirklich durchgeführt wurden, es gibt Gerüchte, dass Impf-Lieferungen abgefangen und für teures Geld verkauft werden. Der Tourismus liegt brach, damit auch ein großer Teil der Infrastruktur, die nicht mehr finanziert werden kann. Es gibt immer wieder Aufstände und Unruhen in vielen Regionen der Welt. Die „sekundären“ Opfer von Corona füllen jeden Tag die Nachrichten.

Hier in Europa sind wir glimpflich weggekommen, insbesondere in Deutschland, und gehen wieder arbeiten. Doch viele Menschen haben ihre Arbeitszeit verkürzt, weil sie sich im ständigen Homeoffice daran gewöhnt und festgestellt haben, dass sie auch mit weniger Geld zurecht kommen. Teure Fernreisen kommen ja ohnehin nicht mehr in Frage. Prioritäten haben sich verschoben. Abstand halten ist uns ins Blut übergegangen, immer noch versichern wir unser Gegenüber im Gespräch als erstes, dass wir immunisiert sind.

Immer noch hocken wir viel Zuhause, denn wir sind die Enge von Menschenmassen nach fast zwei Jahren nicht mehr gewöhnt, fühlen uns unwohl, wenn uns Menschen zu nahe kommen.Allerdings treffen wir uns gerne und viel digital, und ohnehin ist die Vernetzung sehr viel einfacher geworden. Das wird nicht überall gut aufgenommen. Die Untergrund-Gruppe „Prä-C“ hackt sich regelmäßig in Post-Covid-Apps ein, die immer noch Pflicht ist, um unsere Standorte zu kontrollieren. Der allgemeine Widerstand hat sich dagegen in Luft aufgelöst. Schließlich geht Sicherheit immer vor. Ach und ich habe tierisch Geld verdient: Mit meinem Aktienfonds, der in Blumenkasten-Gemüsezucht macht.

Inka bloggt normalerweise über ihre Heimat Berlin-Brandenburg und die polaren Gebiete dieser Erde. Derzeit verarbeitet sie die aktuelle Krise in ihrem Coronatagebuch auf ihrem Blog Blickgewinkelt.

Bewusstes, naturnahes Reisen

Anja von Bullitour meint:

Corona verändert gerade unser aller Leben. Die Freiheit zu reisen, wohin wir möchten, ist plötzlich eingeschränkt. Die Grenzen innerhalb Europas sind wieder geschlossen und viele haben enorme finanzielle Einbußen. Das wird auch Auswirkungen darauf haben, wie wir zukünftig reisen.

Ich kann mir vorstellen, dass es durchaus bis Ende des Jahres dauert, bis wir wieder uneingeschränkt reisen dürfen. Wenn es so weit ist, gehe ich davon aus, dass die Menschen BEWUSSTER reisen werden. Außerdem glaube ich, dass es zunächst weniger Fernreisen geben wird und man eher Urlaub in Deutschland oder europäischen Nachbarländern macht. Anstatt auf durchgetakteten Sightseeingtouren, wird das Augenmerk eher auf langsamen Reisen liegen, bei denen man nicht hektisch eine imaginäre Checkliste abhakt, sondern die Zeit bewusst zum Entschleunigen und Genießen nutzt.

Aus diesem Grund bin ich der Meinung, dass das Reisen mit eigenem Campervan oder Wohnmobil noch weiteren Aufschwung erfährt. Denn bei dieser Art zu reisen spürt man eine wunderbare Verbundenheit mit der Natur, kann diese bewusst genießen und außerdem die Geschwindigkeit des Reisens ganz individuell festlegen.

Im Januar 2019 hat Anja ihre Wohnung in Deutschland aufgegeben. Seitdem reist sie mit ihrem Sohn hauptsächlich im VW-Bus durch Europa. Auf ihrem Blog bullitour.com teilt Anja Reiseberichte, sowie Tipps zum Vanlife und zum ortsunabhängigen Arbeiten.

See mit Berg Spiegelung
Wieder mehr in die Natur raus

Teure, ausgedünnte Tourismusangebote

Das sagt Roswitha von Bruder auf Achse:

Als ich Anfang Februar in Singapur war und an jeder Ecke auf  Temperatur-Messgeräte stieß, hätte ich mir nicht vorstellen können, dass ich sechs Wochen später in einer anderen Welt leben würde. Corona – das war so ein komisches Virus, das China betraf, aber doch niemals in den Rest der Welt vordringen würde. Solche lokal beschränkten Ausbrüche hatte es ja schon früher gegeben und die Viren waren meist so schnell verschwunden, wie sie aufgetaucht waren.

Auch Corona wird irgendwann verschwinden, aber die Welt wird dennoch eine andere sein. Davon bin ich fest überzeugt, und ich bin auch ziemlich sicher, dass sich der Tourismus so schnell nicht erholt. Dies ist keine Delle, das ist der absolute Tiefpunkt. Die großen Reiseveranstalter können es sich vielleicht leisten, einige Monate über die Runden zu bringen. Kleinere Anbieter werden diese Durststrecke nicht überleben. Und das gilt keineswegs nur für Pauschal-Reiseveranstalter. Hotels werden schließen, Fluggesellschaften Insolvenz anmelden, Veranstalter im touristischen Sektor den Laden dichtmachen. Ein deutlich kleineres Angebot, das – den Gesetzen des Marktes folgend – deutlich teurer sein wird, trifft auf einen Markt potentieller Kunden, die wegen Kurzarbeit, Arbeitslosigkeit oder fehlender Aufträge wenig in der Tasche haben. Dass wir jetzt alle zu einem Volk der Camper werden, glaube ich nicht.

So lange es keine wirksame Impfung gegen das Corona-Virus gibt, wird die Unsicherheit bleiben, der Wille, zunächst einmal daheim zu bleiben, groß sein. Da muss man nicht mal ein ausgemachter Angsthase sein. Die Zuversicht, dass schon in einigen Monaten wieder alle zur Normalität zurückkehren, ist Traumtänzerei.

Roswitha ist das Gesicht hinter bruder-auf-achse.de. Seit sie denken kann ist sie eine leidenschaftliche Reisende und hat deshalb ihr Hobby zum Beruf gemacht. Sie liebt ferne Regionen, findet aber immer mehr Gefallen an Destinationen um die Ecke. Aber selbst die sind derzeit verschlossen.

Fernreisen werden Besonders

Susanne vom Fluegge-Blog glaubt:

Die Coronakrise sorgt dafür, dass sich unsere Prioritäten verschieben: Was ist wesentlich, was nicht? Ich glaube, viele Menschen bewerten diese Frage gerade – bewusst oder unbewusst – neu. Nach der Krise wird den meisten wohl das Wichtigste sein, endlich wieder unbeschwert Zeit mit Familie und Freunden verbringen zu können. Sie werden zunächst Ruhe und Beständigkeit im Vertrauten suchen, Fernreisen haben da vorerst keinen Platz.

Ich kann mir vorstellen, dass das Fernweh nach ein paar Monaten zurückkehren wird. Die Möglichkeit, überhaupt reisen zu können, könnte bis dahin aber eine neue Wertschätzung erfahren haben. Bestenfalls werden Fernreisen wieder etwas Besonderes, was man nicht viermal im Jahr für gerade mal eine oder zwei Wochen macht, einfach, weil man’s kann. Zumindest für das Klima wäre das eine wünschenswerte Entwicklung.

Möglich ist aber auch, dass mir mein eigener Gedankengang in einem Jahr naiv erscheint. Wie schnell und wie selbstverständlich die Menschen wieder über Kontinente hinwegfliegen, um Urlaub zu machen, hängt letztlich auch von der Preisentwicklung ab. Werden Fernreisen jetzt viel teurer oder müssen Veranstalter sie extrabillig gestalten, um ihre brachliegenden Geschäfte überhaupt wieder anzukurbeln? Das bleibt abzuwarten.

Susanne ist Journalistin (und neuerdings auch Deutschlehrerin) und erzählt auf ihrem Blog fluegge-blog.de Geschichten vom Reisen und Auswandern. Zurzeit lebt sie in Kathmandu, Nepal.

Mit dem Flugzeug über den Alpen
Weit weg fliegen? Eher nicht …

Das Reisen fängt langsam an, dann aber richtig

Renate von Rausinsleben.de sagt:

Es ist so schwer, in die Zukunft zu schauen! Je länger die Coronakrise andauert, umso mehr Betriebe werden das finanziell nicht überstehen. Da sind z.B. die Fluggesellschaften. Lufthansa wird sicher geholfen werden, manch anderen nicht. Ich fürchte, wir werden weniger Reiseveranstalter, Reisebüros, Busfirmen, Hotels und Restaurants haben. Das müsste sich auf die Preisstruktur auswirken. Das Reisen könnte teurer werden.

In so unsicheren Zeiten machen mehr Menschen Kurzarbeit oder verlieren gar ihren Job. Das Geld wird knapper und man geht vorsichtig damit um. Ich glaube nicht, dass wir in diesem Jahr noch wie gewohnt reisen werden. Das Reiseverhalten wird nach Corona langsam mit kleinen Schritten beginnen. Vielleicht reisen wir erst in unserem eigenen Land. Die Probleme mit dem Zurückholen von Reisenden bleiben einige Zeit im Hinterkopf.

Möglich ist aber auch, dass einige dann erst so richtig ausbrechen wollen und wieder in die Ferne reisen. Ich selbst lasse es auf mich zu kommen. Mein Mann und ich wollten seinen Geburtstag auf einer Reise feiern, die abgesagt werden musste. Da wir nicht mehr zu den ganz jungen gehören, wollen wir nach der Krise nicht so auf das Geld schauen und Wünsche wahr werden lassen.

Renate von Rausinsleben.de berichtet auf ihrem Blog von Städte- und Erlebnisreisen. Auch mit Kurzreisen kennt sie sich bestens aus. Ihr Credo lautet: nutze deine freie Zeit und reise!

Umfassende Veränderungen

Andreas von Reisewut hat folgende Überlegungen:

Ich denke, so ziemlich alles wird sich ändern. Das fängt schon damit an, dass kaum noch ein Unternehmen existieren wird, was Flüge zum „Normalpreis“ anbieten kann. Wie soll das auch gehen, nur ein geringer Prozentsatz der Airlines wird in der Lage sein, diese Zeit zu überdauern. „Reisen für Freizeitzwecke“ wird auf jeden Fall für sehr lange Zeit nicht wirklich zur Debatte stehen in den Köpfen der Leute. Denn, viele von ihnen können vermutlich froh sein, wenn sie überhaupt Geld für Reisen übrig haben nach dieser Zeit.

Selbst, wenn man irgendwann in ferner Zukunft wieder irgendwo hinreisen kann, viele Unterkünfte werden das nicht überlebt haben. Die Folge: Preise für Übernachtungen steigen, da die Übergebliebenden den Markt quasi bestimmen können nach Belieben. Das ist eine Kette ohne Ende. Ich finde es von einigen sehr blauäugig zu denken, das danach im Reisebereich alles „einfach so“ weiterläuft wie bisher. Ich denke, das wird nicht der Fall sein. Mehr noch … ich hoffe sogar sehr, dass das NICHT der Fall sein wird und stattdessen vielleicht ein Umdenken stattfindet. Allerdings in vielerlei Hinsicht. Für das Klima ist es gerade ein absoluter Segen was passiert.  Was kein Klimapaket der Welt bisher in Jahren geschafft hat und auch kein Appell an die Menschen, auf Ihre Erde achtzugeben, hat Corona innerhalb nur weniger Tage geregelt.

Vor dem zweiten/dritten Quartal 2021 rechne ich nicht damit, dass sich im Reisebereich irgendetwas wieder normalisiert hat. Bis dahin ist MIT GLÜCK vielleicht ein Impfstoff entwickelt und selbst das halte ich für sehr optimistisch gedacht. Als „Reiseblogger“, der das nur als Hobby macht, werde ich jetzt jedenfalls nicht anfangen über Nudelgerichte oder Bücher zu schreiben. Ich hab zig umfangreiche Reiseberichte, die ich endlich mal überarbeiten und verbessern könnte und Fotos ohne Ende zu einzelnen Zielen liegen seit Jahren auf der Festplatte und wollen endlich mal gesichtet werden.

WENN das Reiseverhalten sich vielleicht mal wieder irgendwann „normalisiert“ hat, dann profitieren aber vermutlich alle davon, die sich diesem Thema auf Ihrem Blog gewidmet haben und das mit viel Herz und Leidenschaft über die Jahre hinweg in die Öffentlichkeit tragen. Ich hoffe sehr, dass einige vielleicht doch begriffen haben durch diese Zeit jetzt, wie verdammt privilegiert sie eigentlich früher gewesen sind. Reisen ist nicht „normal“ und auch nicht „wichtig“. Es ist ein Privileg für jeden, der es einfach so machen kann, ohne großartig darüber nachzudenken.

Wenn man sich bei einem sicher sein kann: Ein Ende ist immer auch ein neuer Anfang und es eröffnen sich Chancen, mit denen man vorher vielleicht niemals gerechnet hat. Es wird neue Hotels, neue private Unterkünfte, neue Airlines geben … zusätzlich zu denen, die sich wieder berappeln werden. Es wird auch wieder Reisen geben, aber sie werden vermutlich erst einmal anders sein, als man sie bisher gewohnt war. Das Reiseverhalten im Gesamten wird anders sein. Wie genau, bleibt abzuwarten.

Ich drücke uns allen jedenfalls die Daumen. Dass es vielleicht irgendwann wieder heißt „Boarding completed“ oder wir an einem Ort in einem anderen Land stehen, der uns sprachlos zurücklässt. Und das einfach nur, weil er so schön ist. Spätestens jetzt dürften viele begriffen haben, dass es irgendwann zu spät sein kann für „Das mache ich irgendwann“.

Auf seinem Blog Reisewut.com schreibt Andreas seit 2006 in Reiseberichten und Blogartikeln über seine Erlebnisse auf Reisen. Seine liebsten Ziele sind dabei Island und die USA, aber auch die Lofoten und Westaustralien haben es ihm angetan. Dabei ist er nicht immer nur allein unterwegs, sondern häufig auch mit seiner Familie oder guten Freunden.

Lissabon Straßenbahn
Ein schneller Städtetrip nach Lissabon? Vermutlich nicht so bald …

Slow Travel mit dem Wohnmobil

Gerfried vom Womo-Guide ist zuversichtlich:

Als Wohnmobil-Blogger stellt sich für mich die Situation vielleicht etwas anders dar, als für allgemeine (Fern-)Reiseblogger. Sowohl im positiven als auch im negativen Sinn. Zum Großteil sind wir Camper ja auf die Fortbewegung auf der Straße angewiesen und bleiben eher in Europa. Ich könnte mir vorstellen, dass diese Reisen etwas früher wieder möglich sein werden, als Fernreisen. Während viele steigende Flugpreise befürchten, wird sich die Fortbewegung mit dem Fahrzeug wahrscheinlich kostentechnisch nicht sehr verändern.

Auf der anderen Seite könnte es sein, ein Grenzübertritt in Europa auf längere Zeit mühsam ist und sogar eine Quarantäne erfordert. Dann wäre der Landweg zum Beispiel nach Griechenland sehr mühsam. Zudem boomte die Campingbranche schon bislang, insbesondere nach Krisen (Bombenanschläge, etc.) erfuhr sie regen Zulauf. Schon jetzt sind Wohnmobil-Stellplätze oft überfüllt. Sollten sich nun noch mehr Reisende hin zum Reisen in der Region und mit dem eigenen Fahrzeug orientieren, würde es noch voller. Insofern bleibt zu hoffen, dass auch zukünftig die Reisevarianten vielfältig bleiben.

Es gibt aktuell viele, die meinen, dass Reisen, wie wir sie kannten, vorbei seien. Ich versuche, das positiver zu sehen. Ich glaube daran, dass wir auch nach Corona wieder reisen werden. Nach Quarantäne-Maßnahmen werden viele ja regelrecht nach Reisen dürsten. Vielleicht steigen die Flugkosten auf ein vernünftiges Maß, sodass eine Fernreise wieder etwas Besonderes ist, und nicht mehr beim Discounter verkauft wird. Vielleicht sind Städtetrips übers Wochenende ein Ding der Vergangenheit. Das wäre ein positives Ergebnis der Krise.

Gerfried schreibt auf seinem Blog nicht nur Wohnmobil-Reiseberichte, sondern auch viele Ratgeber-Artikel rund ums Wohnmobil. Er ist seit über 30 Jahren mit dem Wohnmobil unterwegs, und denkt nicht daran, sich durch Corona langfristig davon abhalten zu lassen

Klarer Bergfluss Salza
Die schönsten Flecken auf eigene Faust entdecken

Finanzielle Folgeschäden

Diese Überlegungen hat Thomas vom Reisen-Fotografie-Blog:

„Es wird immer Reisen geben. Aber, die Reisewelt wird sich verändern, wenn der aktuelle Zustand noch mehrere Wochen oder gar Monate anhalten wird. Wirtschaftlich wird es einige Airlines uns Reiseveranstalter wegfegen. Viele gingen auch vor der Krise schon finanziell am Stock. Kleine Familienunternehmen, Hotels, B&Bs werden massive Einbrüche haben. Aber, das sind die Ersten, die nach der Krise Chancen haben werden.

Die potenziellen Reisenden werden auch finanzielle Probleme haben. Wir bekommen jetzt schon einige Stornierungsanfragen, weil die gebuchten Reisen im Herbst vielleicht nicht mehr gezahlt werden können. Arbeitslos, Kurzarbeit, das sind jetzt (!) schon Gründe dafür. Wie mag es dann erst in 4-8 Wochen aussehen?

Der Reisemarkt wird lange brauchen um sich davon zu erholen und so lange werden wir eine andere Reisewelt erleben. Reisen innerhalb Deutschlands, in die umliegenden Länder, mit dem Zug oder dem Auto, das wird der Neustart sein. Wie lange es dann dauern wird, bis Fernreisen wieder ein Angebot für die breite Masse wird, kann wohl keiner voraussagen. Dabei denke ich auch hauptsächlich an die normalen Reisenden. So reiseverrückte Menschen wie wir, wir finden vielleicht eher unsere individuelle Wege, wenn das Geld reicht.

Das Alles natürlich unter dem Eindruck, dass die aktuelle Situation noch lange bestehen bleibt. Finden die in den nächsten 4-8 Wochen raus, dass eines der Medikamente im Test tatsächlich die schweren Fälle retten kann, dann kann die Entwicklung andersrum genauso schnell gehen. Dann wäre die Dramatik, weltweit, schlagartig aus der Geschichte raus genommen. Das ist aber Kaffeesatzleserei.“

Wir sind Melanie und Thomas – zwei Menschen, die süchtig nach Reisen sind. Auf unserem Blog Reisen-Fotografie  schreiben wir über diese Reisen und geben Euch viele Tipps für einen gelungenen Urlaub und schönere Reisefotos.

Reisen im eigenen Land

Anne-Katrin von GoOnTravel sagt:

Viele sehnen sich der derzeitigen Situation einfach mit Sack und Pack den Rücken zuzudrehen. Doch wird alles wieder so sein wie es einmal war? Ich bin ehrlich gesagt der Meinung, dass es in naher Zukunft nicht so sein wird wie wir es kennen. Der Tourismus ist eine enorme Wirtschaftskraft, nicht nur in Deutschland, sondern in vielen Ländern der Welt. Es wird sich zeigen, wer sich nach einem so langen wirtschaftlichen Stillstand überhaupt eine Reise leisten kann. Diejenigen, die mit 60% Kurzarbeitergeld so gerade ihre Miete und täglichen Ausgaben decken können, werden keinen Gedanken an einen Urlaub verschwenden. Da ist der Wochenendausflug zur Eisdiele oder in die nähere Umgebung eher wahrscheinlich.

Wenn man sich die Reisesituation nur in Deutschland ansieht, wird einem zurzeit klar, so einfach kann niemand an die Nord- und Ostsee reisen. Ein Großteil der Zielgruppe für die deutsche Küste zählt zur Risikogruppe und einige sehen davon ab, zumindest in diesem Jahr zu verreisen. Die Zielgruppe, die es sich trotz der finanziellen Einbußen leisten können, möchten gern Gewissheit und aus diesem Grund eher spontan und so spät wie möglich buchen. Ein anderer Teil bucht derzeit fleißig den Sommer- oder Herbsturlaub, um sich auf etwas zu freuen. Aus diesen Tendenzen sehe ich für die deutschen Feriengebiete eine gute Prognose, falls die Reiseeinschränkungen zumindest für Innerdeutschland aufgehoben sind.

Die andere Seite der Medaille ist, welche touristischen Unternehmen haben den Lockdown überlebt? Wird es das Lieblingsrestaurant noch geben? Das niedliche Hotel, wo man seit 10 Jahren Stammgast ist? So schön es auch wäre aber mit Sicherheit hat nicht jedes Unternehmen den langen Atem, um so lange ohne Gäste über die Runden zu kommen.

Ich bin mir sicher, wir werden alle dankbar sein, wenn wir nach der Coronakrise endlich wieder unbekümmert an unserem Lieblingsort sein dürfen, egal ob im Strandkorb auf Sylt, am geliebten Badesee oder auf der Almhütte in den Bergen. Die Natur hat sich zum Glück nicht zum negativen verändert.

Seit 5 Jahren schreiben Anne-Katrin und Anja auf GoOnTravel.de zu Reisezielen rund um den Globus. Der Fokus liegt vor allem auf Afrika, Europa und Amerika. Neben Reisetipps halten sie hilfreiche Tipps rund um die (Reise)Fotografie bereit.

Klapotetz und Weingarten in der Südsteiermark
Auch zuhause ist es traumhaft schön!

In der Nähe bleiben

Die Prognose von Gabi und Michael von Hier Da Dort:

Wir glauben, dass die meisten Leute NACH CORONA erst einmal ganz langsam und sachte im eigenen Land zu reisen beginnen werden. Vermutlich ist man nach dieser schrecklichen panischen Zeit erst einmal grundsätzlich verunsichert. Und zwar so verunsichert, dass man zunächst erst einmal dahin fährt, wo man im Notfall auch schnell wieder zuhause ist. Das ist übrigens auch die Einschätzung unseres Verlags: Auch dort meint man, dass es zunächst die Deutschlandtitel sein werden, die wieder anspringen.

Vermutlich wird dazu der Campingurlaub noch populärer werden als er sowieso schon ist. Schließlich ist man dabei in den eigenen vier Wänden, egal ob im Camper oder im Zelt, und umgeben nur von den Lieben und nicht von Hinz und Kunz. Vermutlich brauchen wir alle ein wenig Zeit, die Angst vor sozialer Nähe wieder zu verlieren.

Gabriele Tröger und Michael Bussmann sind seit mehr als zwei Jahrzehnten hauptberufliche Reisebuchautoren und bloggen nebenher auf www.hierdadort.de. Schwerpunkte: langsame Individual- und Campingreisen, egal ob in Deutschland, Europa oder der restlichen Welt. Dazu gibt’s hin und wieder ein paar Tipps aus Berlin, der Wahlheimat der beiden.

Ein Denkanstoß als Bloggerin

Claudia von Claudiaontour teilt mit:

Woche eins nach den ersten und weitläufigen Einschränkungen ist nun in Österreich zu Ende. Eine Woche mit viel Verunsicherung in der gesamten Bevölkerung und letztlich doch auch mit Zuversicht. Eine der meist betroffenen Branche ist der Tourismus gemeinsam mit Gastronomie und Hotellerie. Branchen, die ein großer Wirtschaftsfaktor in Österreich sind. Als Travel und Lifestyle Bloggerin bin ich da auch ein wenig betroffen, weil viele Kooperationen nun einfach weggebrochen sind. Das ist ein persönlicher Verlust, aber nichts im Vergleich zur all jenen die Betriebe führen, Verantwortung für ihre Mitarbeiter haben und nun in eine etwas ungewisse Zukunft schauen. Keiner kann es aus heutiger Sicht abschätzen, was da auf uns alle und besonders den Tourismus zukommt.

Es wird ein Danach geben, ob dieses Danach an das Davor anknüpfen kann bezweifle ich. Ich befürchte, dass so manches Unternehmen in eine prekäre Situation schlittern wird. Das wird wohl davon abhängen, wie unsicher die Lage bislang war, welche Unterstützungen kommen werden und vor allem wie lange Stillstand herrschen wird.

Was kann ich als Bloggerin machen, was können wir alle machen, was sollen wir tun und was nicht? Es steht mir nicht zu, hier Regeln für andere aufzustellen, ich kann nur einen Denkanstoß geben. Vielleicht sollten wir unser generelles Konsumverhalten überdenken. Dazu gehört auch reisen. Wir leben in Österreich in einem Land, in das Millionen Menschen kommen, um hier ihren Urlaub zu verbringen. Warum wollen wir das nicht auch selbst machen? Ist es wirklich notwendig um den halben Erdball zu reisen? Ich habe schon in den letzten Jahren vermehrt über meine Heimat Salzburg geschrieben, das möchte ich beibehalten, eventuell in Europa reisen und auf Fernreisen verzichten. Es ist zumindest mein Vorsatz.

Claudia Braunstein aus Salzburg schreibt auf claudiaontour.com seit 2015 Geschichten von unterwegs und daheim.

sitzen vor dem Gardasee
Auch für uns Blogger wird sich einiges ändern

Achtsam und langsam reisen

Josefine von fineontour blickt in die Zukunft:

Stellen wir uns vor es ist November 2020. Ich habe Geburtstag und sitze mit Freunden bei einem leckeren Brunch zusammen. Wir Blicken auf die letzten Monate zurück und sind unendlich dankbar, dass sich die strengen Einschnitte in unser aller Leben bezahlt gemacht haben. Es werden die ersten Reisepläne geschmiedet. Afrika ist in aller Munde. Denn anders als erwartet, konnte sich Corona hier nicht so stark verbreiten.

Aber man merkt, dass die Runde vorsichtiger geworden ist. Große Hotels oder gar Kreuzfahrtschiffe kommen für keinen in Frage. Jeder überlegt sich sehr genau was er von der Welt sehen möchte. Einfach nur möglichst billig Strandurlaub und All Inclusive gehören endgültig der Vergangenheit an. Man merkt auch, dass sich viele mehr Zeit für einen Urlaubsort nehmen möchte. Kein Kurztrip mit dem Flugzeug in einer der europäischen Metropolen. Nein, wenn Reisen dann mit möglichst viel Zeit für das Reiseziel.

Was ich auf jeden Fall spüre ist, dass wir alle achtsamer geworden sind. Wir achten mehr auf unsere Mitmenschen, auf unsere Natur und auch ein bisschen mehr auf uns selbst.

Josefine von fineontour muss in einem früheren Leben wohl eine Meerjungfrau gewesen sein. Denn es zieht sie immer wieder nicht nur ans, sondern auch ins Meer. Als Mensch mit zwei Beinen erkundet sie aber auch zu gerne die Städte dieser Welt. Aus diesem Grund dreht sich auf ihrem Reiseblog auch alles rund ums Meer und Städtereisen.

Hoffnung auf Trendwende

Und was glaube ich?

Ich muss gar nicht mehr soviel dazu sagen, denn das meiste wurde schon gesagt. Auch ich bin der Meinung, dass wir dieses Jahr vornehmlich im eigenen Land verbringen werden. Eventuell wird eine Reise in ein von Corona wenig betroffenes Nachbarland im Spätsommer möglich sein. Aber Ziele wie Italien oder Spanien vermutlich erst viel später.

Aufgrund der Gewohnheit, zu anderen Menschen Abstand zu halten, glaube ich, dass heuer und nächstes Jahr noch viele Personen mit dem eigenen Fahrzeug reisen und Züge und Flugzeuge meiden werden.

Obwohl ich skeptisch bin, ob sich langfristig wirklich etwas ändert, hoffe ich doch auf eine Trendwende im Tourismus hin zu mehr Nachhaltigkeit und Langsamkeit. Wenn Menschen jetzt entdecken, dass es am Biobauernhof im eigenen Land auch sehr toll ist, dass man nicht für ein Wochenende irgendwo hin fliegen muss und dass es sehr sehenswerte kleine Museen gibt, in denen sich die Massen nicht schieben, dann besteht die Chance, dass etwas davon bleibt.

Rom Reisen nach dem Coronavirus
Es wird wohl noch länger dauern, bis ich endlich wieder in mein geliebtes Rom kann…

Was weiß man schon übers Reisen nach Corona?

Es war Ende März bis Anfang April, als ich die Blogger zu ihrer Prognose befragt hab. Da war wirklich noch nichts fix und alles offen, wie es mit der Reisebranche nach Corona weitergeht.

Mittlerweile gibt es einige wenige Informationen darüber, wie die Reisezukunft aussehen könnte. Nicht viel und immer noch zu vage, um gesichert irgendwas sagen zu können, aber immerhin schon einen Trend. Ich habe ein paar dieser Informationen für dich zusammen getragen und werde diese auch laufend aktualisieren.

Stand 14.4.2020:

  • In einer Pressekonferenz am 8.4. meinte der österreichische Außenminister Schallenberg, „ein rasches Zurück zur gewohnten Reisefreiheit wird es so schnell nicht geben“. Das unterstreicht die Ministerin für Landwirtschaft und Tourismus, Elisabeth Köstinger damit, dass sie allen Österreicherinnen und Österreichern rät, sich für heuer auf einen Urlaub im eigenen Land einzustellen.
  • Auch Bundeskanzler Kurz hatte zuvor schon angemerkt, dass man vermutlich erst mit wirksamen Medikamenten oder einer Impfung die Reisefreiheit wieder herstellen könne. Das bedeutet in Folge also eine Einschränkung von internationalen Reisen für viele Monate bis eineinhalb Jahre (Infos von ORF.at)
  • In diese Kerbe schlägt auch Tschechien, die bereits Ende März verkündet haben, die Grenzen für mehrere Monate dicht zu halten (Quelle).
  • Das österreichische Außenministerium hat aufgrund der Coronakrise für 26 Staaten eine Reisewarnung ausgesprochen, darunter auch bisher beliebte Reiseziele wie Italien, Portugal, Spanien oder Schweden. Auch die Niederlande, UK und die Schweiz zählen dazu. Solange diese gelten, wird man sich von Reisen in diese Regionen verabschieden müssen (alle Länder sind hier zu finden). Auch Deutschland hat eine weltweite Reisewarnung für touristische Reisen raus gegeben und Einreiseverbote erlassen (siehe Seite vom auswärtigen Amt).
  • Die meisten EU-Länder haben Einreiseverbote erlassen. Die Grenzen bleiben größtenteils nur für Warenverkehr und Rückkehr der eigenen Staatsbürger geöffnet. Slowenien erlaubt zwar die Einreise österr. Staatsbürger, aber nur unter der Bedingung einer 14-tägigen Quarantäne (Quelle). Man kann annehmen, dass die ersten Lockerungen der Reisebeschränkungen so aussehen werden, was Urlaubsreisen obsolet macht.
  • Da es in Deutschland immer mehr Stimmen gibt, die Urlaubsreisen auch im Juni und Juli als unrealistisch betrachten, fordern einige die Verschiebung der Sommerferien auf August und September. So könne der Tourismus wenigstens die Sommersaison auskosten, nachdem schon der Ostertourismus ausgefallen ist (den ganzen Bericht gibt´s hier).

Stand 19.04.2020:

  • Inzwischen gibt es einen umfassenden Bericht vom Kompetenzzentrum Tourismus. Sie haben methodisch analysiert, wie sich der Tourismus in Deutschland in Folge der Krise erholen wird. Je nach Szenario dürfte das zwischen September 2021 und Herbst 2023 der Fall sein.
  • Österreich hat inzwischen die Regeln für die Einreise gelockert. So dürfe man zukünftig hier einreisen, wenn man einen Lebenspartner oder die Familie besuchen will oder ein Tier versorgen muss (Quelle).
  • Mit einer Ansage der großen Art ließ Ministerin Köstinger am Sonntag aufhorchen: „Wenn Länder aber auch auf einem sehr guten und positiven Weg sind, wie beispielsweise Deutschland, dann gibt es durchaus auch die Möglichkeit, dass man sich bilateral einigt“. Sie denkt daran, die Grenzen für deutsche Touristen nach Österreich im Sommer zu öffnen. Immerhin seien zwei Drittel der Umsätze im Tourismus in Österreich von unseren Nachbarn abhängig (alle Infos siehe hier).

Viel ist das nicht, was es diesbezüglich an Hard Facts gibt. Das ist aber auch verständlich: die Staaten hanteln sich von einer Woche zur anderen und treffen Entscheidungen situationsabhängig. Je schneller die Ausbreitung des Coronavirus innerhalb eines Landes in den Griff zu kriegen ist, desto schneller werden wohl nationale Reisen möglich sein. Ob und für wie lange die Maßnahmen und Sperren verlängert werden, hängt also von den Zahlen der Neuerkrankungen ab.

Stand 19.05.2020:

  • Mittlerweile wurde beschlossen, die Grenzen zwischen der Schweiz, Deutschland und Österreich mit 15.06 wieder zu öffnen. Bereits jetzt gibt es nur mehr punktuelle Grenzkontrollen.
  • Während Slowenien vor einigen Tagen die Grenze zu Österreich geöffnet hat, wurde sie gestern wieder geschlossen. Vermutlich, weil es kein bilaterales Abkommen gibt. Österreich hat nach wie vor darauf bestanden, dass man aus Slowenien nur mit negativem Covid-19 Test oder der Bereitschaft zu 14 Tagen Quarantäne einreisen darf. Aus Kroatien ist die Einreise nach Slowenien aber nun unbeschränkt möglich (siehe hier)
  • Für Pendler und Menschen, die in den Ländern Tschechien, Slowakei und Ungarn wichtige Dinge zu erledigen haben, ist die Wiedereinreise nach Österreich ohne Auflagen möglich (siehe hier). Tschechien hält währenddessen noch an seinen Beschränkungen fest.
  • Während sich der deutsche Außenminister Heiko Maas für eine schrittweise, kontrollierte Öffnung ausspricht, rät der Präsident des Weltärztebundes Montgomery dazu, zuhause zu bleiben. Der Wettstreit um die schnellsten Öffnungen seien gefährlich (Quelle)
  • Kroatien hebt seine Einreisebeschränkungen zum Teil auf. Nun dürfen Immobilien- und Bootbesitzer, Geschäftsreisende sowie Touristen mit bestehender Buchung einer Unterkunft einreisen (Quelle)

Wie wir nach Corona reisen werden, ist also immer noch ein offenes Buch. Zumindest die Situationen in den DACH-Ländern ist derzeit bilateral geregelt.

Es bleibt zumindest die Hoffnung, dass wir den Sommer an einem schönen Plätzchen im eigenen Land verbringen können.

Weg in der Klamm
Wo der Weg hingeht? Wer weiß das schon … ?

Reisen nach Corona


Verbreitung erlaubt :-)


8 Kommentare zu “Reisen nach dem Coronavirus – ein Blick in die Zukunft”

  • Liebe Barbara, danke für deine Mühen. Es ist erstaunlich wie verschieden teils die Meinungen sind und trotzdem letztlich sehr ähnlich. Neugierig bin ich auf einen Rückblick in einem halben Jahr. Liebe Grüße, danke, Claudia

  • Hallo Barbara,

    da sind interessante Überlegungen zusammengekommen. Uns allen gemeinsam ist, dass wir es einerseits kaum abwarten können, andererseits froh sind, noch gesund zu sein. Vielen Dank, dass ich mitmachen durfte.

    Liebe Grüße
    Renate

  • Für den Planeten und das Klima wäre es tatsächlich besser wenn möglichst viele Airlines und Hotes kaputt gehen und Reisen, gar mit dem Flugzeug, wieder nur einmal in der Dekade statt finden wird.

  • Was mich überraschst ist, dass so viele glauben, dass Flüge teurer werden. Das halte ich für eher unwahrscheinlich. Und zwar aus folgenden Gründen:

    Die Nachfrage wird sinken. Zum einen, weil Firmen endlich verstehen, dass Videokonferenzen auch ganz gut funktionieren. Zum anderen, weil Touristen weniger Geld zur Verfügung haben.

    Auf der Angebotsseits hingegen ist ein Rückgang komplizierter. Eine Fluglinie kann auf der Langstrecke zwar von einer A380 auf eine kleinere B787 umsteigen, aber die Beitriebskosten pro Sitz sind ähnlich. Wo die Nachfrage zu sehr sinkt, wird es eher Flugplanausdünnungen oder gar Destinationsstreichungen geben als extrem hohe Tickets.

    Auch das Argument, dass Fluglinien konkurs gehen, scheint mir nicht stimmig. Klar wird das passieren, aber die Flieger verschwinden ja nicht einfach, sondern die werden aus der Konkursmasse versteigert. Da werden wohl schnell neue Airlines auftauchen. Das Einzige, was meiner Meinung nach kurzfristig den Preis von Flugtickets erhöhen könnte, wäre eine Verpflichtung, den Mittelsitz freizulassen.

    Was ich aber erwarte ist das Verschwinden der viertriebwerkigen Flugzeuge. B747, A340 und A380 werden ja sowieso nach und nach ausgemustert. Das könnte nun noch schneller passieren. Aber das ist eher was , das Nerds interessiert… 🙂

    • Ich glaube auch, dass sich das mittelfristig – wahrscheinlich schon 2021 – wieder einpendeln wird. Deutschland mag dieses Jahr gehen – ‚besser als nichts‘ – aber Hans und LIsa Müller, wollen nächstes Jahr wieder nach Hurghada (Harz ist ja ganz nett, aber zu kühl und schnorcheln kann man da auch nicht), Kevin läßt sich seine Saufparty auf Malle nicht nehmen (Grillparty an den Dorfteichen ist doch kein Ersatz), und Jacqueline, fährt nach London zum Shoppen und präsentiert die Klamotten dann auf Instagram, was sie schon dieses Jahr machen wollte ( nicht so schlimm, dann eben die Mode 2021; im Moment postet sie Yoga und kreatives Gestalten mit Klopapier, das gibt auch Klicks). 😉

      Die Flugzeuge gibt es noch und die Hotelburgen auf Malle und die Anlagen in Hurghada auch. Gut, Geld mag bei Hans Müller und Kevin vielleicht ein bischen knapper sein, aber im Endeffekt bringen viele Urlauber, die weniger bezahlen, doch ein besseres Resultat als ein paar Privilegierte, die hohe Preise berappen können. Ausgetragen wird das Ganze auf dem Rücken der Angestellten in den Ferienanlagen, die schlechter bezahlt werden und froh sein müssen, wenigstens ein bischen Geld zu bekommen; auf dem Rücken der Flugsicherheit und des Services. Und Harolds in London gibt Instagrammern Rabatte (mal so als Szenario), weil das kostenlose Werbung ist.

      Reiseblogger sind keine tpyischen Reisenden, sondern eine Spezies, die bewußter und anders reist als die obigen Beispiele. Aber davon gibt es nicht genug, um das Reiseverhalten der Mahrheit nachhaltig zu ändern.

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