Italien, ich komme wieder – Sehnsucht in Zeiten des Coronavirus

Italien, ich komme wieder – Sehnsucht in Zeiten des Coronavirus

Der Coronavirus trifft ganz Europa. Besonders schwer hat es in diesen Zeiten jedoch Italien: hier gab es die ersten Todesfälle und die ersten drastischen Maßnahmen. Bald schon wurde alles Italienliebhabern klar: so schnell kommen wir nicht mehr ins Bel Paese! Aber man wird doch wohl noch träumen dürfen: von besseren Zeiten und von direkter Hilfe für die betroffenen Tourismusbetriebe. Denn: Italien, ich komme wieder!

Rom Aussicht vom Avetin

Unerreichbares Italien

Italien ist Herzensland und Sehnsuchtsland. Ich muss jedesmal strahlen, wenn ich über die Grenze fahre und aus dem A ein I-Schild wird. Italien ist Lebensgefühl und Launemacher. Aber: jetzt gerade ist Italien dicht. Niemand kommt mehr rein, keiner raus. Schuld an dieser äußerst bescheidenen Situation ist ein Virus namens SARS-CoV-2, das ein ganzes Land lahmgelegt hat.

Nachdem bereits 9172 Menschen am Coronavirus erkrankt waren und 463 davon gestorben sind, hat sich Italien am 09. März zu drastischen Maßnahmen entschieden: Schulen und öffentliche Gebäude zu und Grenzen dicht! Es war eine notwendige Reaktion auf eine außer Kontrolle geratene Situation. Zu schnell verbreitete sich das Virus unter den Menschen. Auch wenn nicht das ganze Land gleichermaßen stark betroffen war, wurde ein kompletter Lockdown entschieden.

Der große Verlierer – der Tourismus

Bereits bei Auftreten der ersten Todesfälle in Italien und dem Abriegeln einzelner Städte rund um den 22.2 beschlossen viele Personen, nicht nach Italien in den Urlaub zu fahren. Die Stornierungswelle begann. Als dann endgültig klar wurde, dass in den nächsten Wochen nicht an eine Reise ins Bel Paese zu denken ist, war die Katastrophe für viele Menschen perfekt.

Auf der einen Seite stehen nun Urlauber, die einer lang ersehnten und vielleicht auch ersparten Reise nach Italien hinterher weinen müssen. Das ist verständlicherweise traurig und ärgerlich. Oftmals ist das Geld futsch, das man bereits gezahlt hat, und natürlich ist enttäuschte Vorfreude ein Grund, schlechte Laune zu haben. Auch wenn ich überzeugt bin, dass die meisten Personen wissen, dass das in einer Ausnahmesituation wie dieser die einzig richtige Vorgehensweise ist.

Doch die wirklich Leidtragenden sind jene Personen, die vom Tourismus abhängig sind. Wenn ich selbst an meine vielen Italienreisen zurückdenke, so denke ich an Tagen wie diesen an die vielen netten Gastgeber und Gastgeberinnen, die sich mit ihren kleinen B&B´s den Lebensunterhalt verdienen. Ich denke an die Eisverkäufer und die Souvenirladenbesitzer, an die Bootsverleiher und die Tourguides. Es trifft sie alle unvorstellbar hart.

Tourismus in Italien leidet unter Coronavirus
Auch – oder gerade – solche kleinen Dörfer leben vom Tourismus

Nur damit man sich die Katastrophe mal vorstellen kann: im Jahr 2018 kamen 61,2 Millionen internationale Gäste nach Italien. Da sind die italienischen Urlauber, die im eigenen Land reisen (was sie liebend gerne tun) noch gar nicht mitgerechnet. Somit belegt es Platz 5 der meistbesuchten Länder der Welt. 2017 hat der Tourismus für 13% des Bruttoinlandsprodukts gesorgt und für 3,4 Millionen Arbeitsplätze! Dieser riesige Organismus der Tourismusindustrie liegt jetzt am Boden.

Wie geht es weiter?

Das kann zum heutigen Zeitpunkt natürlich niemand sagen. Hoffen wir, dass die gesetzten Maßnahmen (zu denen nun auch die Schließung von Geschäften und Restaurants gehört) bald Wirkung zeigen und sich die Infektionskurve abflacht.

Wann genau keine Gefahr mehr für Einheimische und Reisende besteht, weiß wohl nur jemand, der das Kaffeesudlesen wirklich beherrscht. Man kann davon ausgehen, dass es einige Wochen – vielleicht aber auch einige Monate – dauern wird. Das Oster- und Feiertagsgeschäft ist damit natürlich gelaufen.

 Schau dir dazu meinen Artikel zum Reisen nach Corona an 

Wenn sich jetzt jemand fragt: „Soll ich meinen Italienurlaub im Sommer stornieren?“, kann die einzige Antwort aus heutiger Sicht nur sein: abwarten! Mit dem Urlaub im April wird es voraussichtlich nichts mehr, auch der Mai dürfte knapp werden. Aber was wissen wir schon? Es ist und bleibt alles ungewiss.

Italien einsam
Wann man wieder dort Platz nehmen darf ist ungewiss

Auf jeden Fall aber – und das ist allen Italienliebhabern und Verehrern der Tricolore klar – werden wir wiederkommen. Wenn dieser ganze Coronavirus-Spuk vorbei ist und wir wieder unbedenklich durchs Land reisen können, werden wir dort sein!

Und das sollten wir nicht nur, das MÜSSEN wir auch, wenn wir unseren lieb gewonnenen Italienern unter die Arme greifen wollen. Ich bin mir sicher, dass all jene Menschen, die vom Tourismus abhängig sind, das Geld selten so dringend brauchen konnten wie nach dieser Pandemie.

Meine Italienziele nach der Coronakrise

Wenn dann die Reisewarnungen wieder aufgehoben werden und das Risiko, das Coronavirus zu verbreiten, sich auf ein Minimalmaß eingependelt hat, wird die Reiselust nach Italien wieder aufkeimen. Also bei mir auf alle Fälle! Daher möchte ich dir meine Ziele auf der Italien-Bucketlist vorstellen.

Die oberitalienischen Seen

Hach, was sind sie schön, die oberitalienischen Seen! Den Gardasee kenn ich ja schon wie meine Westentasche, und dennoch haben wir nicht genug davon. Besonders der Norden des Sees hat es meinem Outdoor-Herz angetan. Wandern, Radfahren und Klettern in so einer Kulisse ist einfach märchenhaft. Daher wird uns der Gardasee sicher bald wiedersehen!

Gardasee von oben
Der wunderschöne Gigant unter den Seen: der Gardasee

Aber auch dem Comer See möchte ich mal einen Besuch abstatten. Ich kenne ihn bisher nur vom Vorbeifahren, aber dieser Eindruck ist hängen geblieben! Auch dort gibt es eine Vielzahl an Klettersteigen, die mich locken. Und am Abend dann Dolce Vita!

Rom und Neapel

Hach, meine beiden Lieblingsstädte. Ich hab vor etwa zwei Monaten mit Freundinnen darüber gesprochen, dass wir mal wieder hinfahren sollten. In Rom war ich bisher bereits sechs Mal, aber genug hab ich davon noch lange nicht! Nachdem ich bereits im Frühling und Sommer dort war, möchte ich es auch einmal im Herbst erleben. Vielleicht geht es sich heuer ja noch aus, mal sehen.

Auch Neapel hat mein Herz gefangen. Nirgends is(s)t man so lebendig wie dort! Die engen Gassen, der Blick auf den Vesuv, die Pizza und die Halbinsel von Sorrent – Neapel ist einfach so herzerwärmend schön! Deshalb möchte ich auch dort ein viertes Mal hin 🙂 !

Neapel von oben mit Vesuv
Neapel ist einfach eine Kategorie für sich

Piemont

Ich kenne bisher 15 von 20 Regionen in Italien. Der Piemont gehört zu den fehlenden 5. Deshalb steht er auch ganz oben auf meiner Italien-Bucketlist! Ich möchte Turin sehen, Wein trinken, genießen und entzückende Städtchen ansehen. Ich stell mir den Piemont vor wie eine Reise ins Schlaraffenland, nur mit der schöneren Landschaft 😉 . Also vielleichts wird es ja nächstes Jahr ein Roadtrip durch diese traumhafte Gegen, wer weiß!

Die Auswertung der Blogparade

Weil wir die Message #CoraggioItalia verbreiten wollten und weil und Hoffnung wichtiger ist als Angst, haben Ilona von Wandernd und ich zur Blogparade zum Thema „Italien, ich komme wieder“ aufgerufen. Es ging uns darum, ein Zeichen zu setzen – für all jene, die sich sonst um diese Jahreszeit schon auf unser Kommen freuen. Deshalb haben wir gesagt: Zeigen wir ihnen, dass sie sich auf uns verlassen können und dass wir ihr wunderschönes Land zwar etwas später, aber umso sehnsüchtiger besuchen werden.

10 Blogger:innen bzw. Schreibende sind unserem Aufruf gefolgt und haben an die Message „Italien, ich komme wieder“ verbreitet. Einige haben uns wunderschöne Orte in Italien vorgestellt, andere von ihren geplatzten Reiseplänen erzählt. Klar war in allen Beiträgen: die Sehnsucht nach Italien ist groß, und sobald es wieder möglich ist, ist man auch schon unten im Bel Paese 🙂 !

Vorstellung der eingereichten Beiträge zu „Italien, ich komme wieder“

Elena von Verliebt in Italien ist das, was man als hochgradig italophil bezeichnen kann 😀 . Normalerweise fährt sie mehrmals im Jahr nach Italien, dabei ist sie vor allem in den nördlichen Regionen wie dem Friaul und Venezien unterwegs. Dieses Jahr sollte es einmal weiter in die Mitte des Landes in die Marken und nach Umbrien gehen. Doch aufgeschoben ist nicht aufgehoben!

 Hier geht´s zum Artikel „Meine Reisepläne 2020“ von Verliebt in Italien 

Christine von Die bunte Christine hat schon ganz schreckliche Sehnsucht nach ihrem Lieblingsland Italien. Sie ist liebend gerne am Lago Maggiore unterwegs und vermisst ihr Stresa sehr. Da sie dort viele Leute kennt, gehen ihr auch die Schicksale der Menschen nah. Wenn sie wieder nach Italien reisen darf, will sie genau dort wieder hin, aber auch noch den ganzen Rest von Italien sehen.

 Hier geht´s zum Artikel „Italien, ich komme wieder. Reisepläne für die Zeit nach Corona“ von Die bunte Christine 

Steffi von SY-Yemanja schreibt über Segelabenteuer – aber auch Reiseberichte „vom Festland“ findet man bei ihr. So erzählt sie von einer Wanderung über den Monte Antola im wilden Süden der Toskana. Oder eigentlich zwei Wanderungen: Eine im Frühjar und eine im Herbst. Die für dieses Jahr geplante dritte Wanderung muss allerdings verschoben werden.
In einem zweiten Artikel erzählt sie von den kleinen – kulinarischen – Entdeckungen in Italien. Kennt ihr denn Mönchsbart?

 Hier geht es zu den Artikeln Kennst Du Mönchsbart? und Monte Antola von SY-Yemanja  

Wenn Reisebloggerin Gudrun von Venedig schreibt, fühlt man ihre Faszination buchstäblich. Sie hat die Stadt zwar erst auf den zweiten Blick lieben gelernt, dafür aber umso fester in ihr Herz geschlossen. Daher kann sie es gar nicht erwarten, wieder in Wien in den Zug ein- und in der Serenissima auszusteigen. Und dann wären da ja natürlich noch die vielen anderen Orte, die erkundet werden wollen …

 Hier geht´s zum Artikel „Venedig, ich komme wieder“ von Reisebloggerin  

Anita von Anita auf Reisen ist Spezialistin für Reisen im Alpe-Adria-Raum. Klar, dass auch sie wieder nach Italien will. Auf ihrer Bucketlist für das Bel Paese finden sich so vielversprechende Sachen wie eine Radtour entlang der oberen Adria, eine Städtetour nach Comacchio und das entdecken von Lost Places in der Lombardei. Dann hoffen wir mal, dass sie das bald erleben und wir darüber lesen dürfen!

 Hier geht´s zum Artikel „Italien, ich komme wieder“ von Anita auf Reisen 

Nicole von Preissnbeere kann sich ihre Reise an die Amalfiküste leider nur in Gedanken vorstellen, denn wegen dem Coronavirus wurde leider nix aus dem Trip. Da sie aber schon mal dort war, erzählt sie uns von den wunderschönen Orten an der Küste und zeigt uns Fotos zum Träumen. Ihre geplante Reise hat sie nur verschoben, nicht abgesagt. Weil sie rausfinden will, ob es am Vesuv wirklich nach faulen Eiern riecht.

 Hier geht´s zum Artikel „Amalfiküste – Bella Italia: Ich komme wieder“ von Preissnbeere 

Martina von Places and Pleasure ist – wie ich – großer Südeuropafan. Italien hat es ihr ebenso angetan wie mir. Sie stellt uns in ihrem Beitrag die Regionen Südtirol, die Toskana und Apulien vor und nimmt uns gedanklich mit. Und sie verrät uns, wo sie in Italien noch hin will. Sizilien ist da etwa dabei, aber auch Rom bei Sonnenschein. Und der große Italienreisetraum ist sowieso super spektakulär!

 Hier geht´s zum Artikel „Italien, ich komme wieder – Sehnsuchtsziele von Nord bis Süd“ von Places and Pleasure 

Beate von Reiselust Mag erzählt vom aktivsten Vulkan Italiens, dem Stromboli. Bei einem herbstlichen Segeltörn durfte sie ihn bei Nacht erleben und fühlte sich an Jules Verne erinnert. Ihr großer Wunsch, nochmal zu kommen und dann die Insel nicht nur von weitem zu sehen, muss jetzt leider noch warten. Aber die Vorfreude darauf, die Lava aus der Nähe sprühen zu sehen, ist ihr deutlich anzumerken.

 Hier geht´s zum Artikel „Nacht am Stromboli – Höhepunkt eines Segeltörns“ von Reiselust Mag 

Doro von Miss Move hat eine Leidenschaft: Fahrradreisen in Italien. Anders als die anderen hat sie nicht das Problem, nicht nach Italien zu können (sie ist schon dort), sondern jenes, nicht zu wissen, wann sie wieder losradeln darf. Sie plaudert ein bisschen aus dem Nähkästchen und bringt Licht in den italienischen Lockdown-Dschungel. Und verrät uns ihre Radtourpläne durch den Süden des Landes.

 Hier geht´s zum Artikel „Fahrrad-Pläne für Italien – ab wann ist reisen wieder möglich?“ von Miss Move 

Helga von Elegant Resorts schneidert nicht nur exklusive Reisen, sie kennt sich in der Toskana auch selbst gut aus. Deshalb stellt sie die schönsten Städte der Region – Florenz, Siena und Co. – vor und lässt uns dabei sehnsuchtsvoll zurück. Da sie selbst als Touristikerin von der Coronakrise betroffen ist, spricht sie sich klar dafür aus, zu reisen, sobald es möglich ist. Damit wir den vielen Gastgebern ihre Lebensgrundlage zurückgeben können.

 Hier geht´s zum Artikel „Toskana“ von Elegant Resorts 

Heiko von People Abroad hat sich darüber Gedanken gemacht, wie wir Selbstständige und Betriebe in Zeiten von Corona unterstützen können. Von ‚lokal einkaufen‘ bis hin zu ‚eine Petition für Freiberufler & Künsterl starten‘ sind da viele nützliche Ideen dabei. Es freut mich sehr, dass er unsere Blogparade lobend erwähnt hat, indem man einen kleinen Beitrag leistet, einer Tourismusregion unter die Arme zu greifen.

 Hier geht´s zum Artikel „Covid-19: Betriebe & Selbstständige unterstützen“ von People Abroad 

Vielen Dank euch fürs Mitmachen! Es tut gut zu wissen, dass die Reiselust auf Italien ungebrochen ist.

Italien Reisen nach dem Coronavirus
Es werden wieder bessere Zeiten kommen. Helfen wir mit!

Verbreitung erlaubt :-)


20 Kommentare zu “Italien, ich komme wieder – Sehnsucht in Zeiten des Coronavirus”

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