8 Tipps für Matera – Die schönste Stadt Italiens

8 Tipps für Matera – Die schönste Stadt Italiens
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8 Tipps für Matera

Inspirationen und Tipps für Matera

Du suchst noch einen ganz besonderen Ort für deine nächste Reise? Wie wäre es mit einem versteckten Schatz in Süditalien? Matera ist ein außergewöhnliches Reiseziel und für mich die schönste Stadt in Italien, die wirklich jeder einmal gesehen haben sollte. In diesem Artikel verrate ich dir warum sie das ist, zusätzlich zu den wichtigsten Informationen und besten Tipps für Matera. Dann steht einem Besuch in dieser historisch höchst spannenden Stadt nichts mehr im Wege 🙂 !

Warum ist Matera die schönste Stadt in Italien?

Diese alte Stadt – sie gehört übrigens zu den ältesten Städten der Welt – liegt zwar nicht mehr in Apulien, sondern in der benachbarten Basilikata, aber sie ist gerade einmal eine Fahrstunde von Tarent oder Bari entfernt. Also beschlossen wir, ihr als Abschluss unserer Tour einen Besuch für eine Nacht abzustatten. Es war die letzte Station unseres Apulien-Roadtrips. Bis dato wusste ich beinahe nichts über die Stadt und kannte nur die faszinierenden Bilder von dort. Und was soll ich sagen? Ich habe mich verliebt 🙂 !

Warum? Weil ich überwältigt war – zum einen von der historischen Bedeutung Materas, zum anderen von der Architektur des Stadtkerns. Ich war ja schon an vielen Orten unterwegs, aber so eindrucksvoll hat sich mir wirklich noch keine Stadt präsentiert. Mir war von Beginn an klar, dass die berühmtesten Sehenswürdigkeiten – die Sassi di Matera – nicht umsonst zum UNESCO-Weltkulturerbe gehören.

Blick auf Matera von San Agostino aus
Von der Kirche San Agostino aus hat man einen tollen Blick auf den Dom

Die Sassi di Matera

Doch was sind diese Sassi überhaupt? Sassi bedeutet übersetzt ja nichts anderes als „Steine“, und es ist wirklich so, dass damit Höhlenwohnungen gemeint sind, die einfach aus dem Stein geschlagen wurden. In diesen Wohnungen lebten dann die Familien gemeinsam mit den Haus- und Hoftieren auf engstem Raum zusammen. Und das bis in die 1960er Jahre! Erst als sich der damalige Ministerpräsident des „Schandflecks Italiens“ annahm, wurden richtige Wohnungen gebaut und die Menschen umgesiedelt. Alleine die Tatsache, dass die älteren EinwohnerInnen Materas diese Zeiten in den Sassi noch miterlebten, lässt mir jetzt noch die Gänsehaut aufsteigen.

Matera ist eine der ältesten Städte der Welt, die Vergangenheit kann man hier erkunden
Hier im Sasso Caveoso befindet sich der älteste Teil der Stadt mit vielen Höhlenwohnungen

Lange dem Verfall preisgegeben, hat man viele Sassi restauriert, aber in ihrer ursprünglichen Form erhalten. Einige Wohnungen sind heute noch zu Ausstellungszwecken zu besichtigen, genauso wie die vier Felsenkirchen. Denn nicht nur das eigene Wohnhaus war im Stein untergebracht, sondern auch das ein oder andere Gotteshaus.

Architektur in Matera

Da Matera in einem sehr karstigen, hügeligen Gebiet liegt (genannt Murgia), geht es in der Stadt selbst auch auf und ab. Ein Graben trennt die zwei Altstadtviertel voneinander, und das macht die Anordnung der Häuser und Kirchen natürlich besonders interessant. Bis auf den Dom sind fast alle Gebäude relativ klein und schmal gehalten, und fügen sich an den Hügeln eng aneinander. Matera lässt sich wohl am besten als „Schluchtenstadt“ beschreiben. Besonders in der Nacht ergibt diese Kulisse ein sensationelles Bild, an dem ich mich gar nicht satt sehen konnte.

Selbst nach den Restaurationen besteht das ganze Zentrum nach wie vor nur aus Sand- und Tuffstein, was der Stadt ihr einzigartiges Gesicht verleiht. Nicht umsonst bekommt man hier das Gefühl, eine Zeitreise zu erleben. Diesen Umstand haben natürlich auch Filmemacher erkannt, wodurch die Stadt zu einer beliebten Drehkulisse avanciert ist, wie etwa für „Die Passion Christi“ mit Mel Gibson.

In den Gassen zu spazieren, ist einer der 8 Tipps für Matera
Karger Tuff- und Sandstein, dazwischen mal die ein oder andere Pflanze – so sieht es in Materas Gassen aus

Die Faszination Materas lässt sich für mich aber kaum in Worte fassen. Die Bilder liefern schon mehr Information zur Schönheit der alten Stadt, aber wirklich greifbar wird sie erst, wenn man an dort steht und sich Matera neben einem erhebt. Mir stockte wirklich der Atem und ich bekam meinen Mund vor lauter Staunen nicht zu. In dem Moment war mir klar, dass Matera die schönste Stadt Italiens ist.

Meine 8 Tipps für Matera

Tipp 1: Sich durch die Gassen treiben lassen

Es klingt banal, und dennoch muss ich es einfach ganz explizit erwähnen: lass dich einfach durch die schmalen, auf- und absteigenden Gassen treiben. Durch die einzigartige Lage der Stadt hat man alle paar Meter einen anderen Blick auf das Zentrum und entdeckt so viele interessante Gebäude. Es ist ratsam, sich in der Touristeninformation auf der Piazza Vittorio Veneto einen Stadtplan zu besorgen, um die wichtigsten Punkte wie die Felsenkirchen zu finden (wir hätten wohl ewig gesucht 😉 ). Aber wirklich verlaufen kann man sich hier nicht, denn der Kirchturm bietet von jeder Seite aus einen perfekten Orientierungspunkt.

Leere Gassen in Matera
Ein Spaziergang durch die Gassen von Matera gehört einfach dazu!

So kann man die beiden Stadtviertel Sasso Barisano und Sasso Caveoso in Ruhe und mit viel Neugier erkunden und sich faszinieren lassen von der alten Bauweise, den Museen und Kirchen und den atemberaubenden Perspektiven, die sich bieten. Nette Plätzchen zum Verweilen findet man genug. Ganz Mutige können den Felsen bei der Felsenkirche Santa Maria de Idris besteigen und die grandiose Aussicht von oben genießen. Natürlich lohnt sich auch ein Abstecher zum Dom, von dem aus man ebenfalls einen tollen Ausblick hat.

Wenn Matera 2019 europäische Kulturhauptstadt ist, ist es bestimmt nicht mehr so ruhig
Wir konnten einfach nicht genug kriegen vom Herumirren in den Gassen

Übrigens: Billige Ramschläden gibt es hier (zum Glück) nur ganz vereinzelt. Dafür kann man sich dem Genuss von Gelato und Caffee hingeben und schön gefertigte Handwerkskunst erstehen.

Tipp 2: Die Felsenkirchen besichtigen

Die wohl bekanntesten Sehenswürdigkeiten in Matera sind die Felsenkirchen (oder auch Höhlenkirchen genannt), die einst von Geistlichen in den Fels geschlagen wurden und im italienischen „Chiese rupestri“ genannt werden. Ich empfehle, sie alle mittels dem Kombiticket zu besichtigen, denn sie sind an Malereien und Innengestaltung verschieden und damit einzigartig.

Eine sensationelle Ansicht: unten die Chiesa di San Pietro Caveoso, oben die Felsenkirchen Santa Maria de Idris & San Giovanni in Monterrone
Eine sensationelle Ansicht: unten die Chiesa di San Pietro Caveoso, oben die Felsenkirchen Santa Maria de Idris & San Giovanni in Monterrone

Riesige Kirchenhallen darf man hier nicht erwarten. Die Kirchen gleichen eher Grotten, die den damaligen Klosterangehörigen als Ort der Anbetung dienten. Geschmückt wurden sie trotzdem – mit unzähligen Bildnissen von Heiligen. Durch diese Malereien erkennt man auch die Verschmelzung von lateinischer und griechisch-orthodoxer Kirche. Um die Bilder auch wirklich als solche erkennen zu können und zu wissen, was darauf abgebildet ist, gibt es in jeder Kirche einen eigenen Folder (auch in deutscher Sprache) dazu.

Malereien in der Felsenkirche Santa Lucia alle Malve in Matera
Die Felsenkirche Santa Lucia alle Malve ist zwar klein, aber beinhaltet sehr viele Malereien.

 

Malereien in der Felsenkirche in Matera
Die uralten Malereien in den Felsenkirchen sind unglaublich wertvoll und interessant

Die Felsenkirche Santa Lucia alle Malve besticht mit besonders alten Bildern an ihren Wänden. Eines davon kann bis ins 11 Jhd. n. Chr. zurückdatiert werden. Die beiden Gemäuer der Santa Maria de Idris & San Giovanni in Monterrone sind miteinander verbunden und enthalten ebenfalls viele sehr alte Bilder, aber auch einen Steinaltar auf dem Jahre 1800. In der Kirche San Pietro Barisano ist auch eine Art Krypta ausgehoben, die man über Steinstiegen erreicht. Unten ist es etwas eng, aber dennoch spannend, durch die Gänge der größten Felsenkirche zu schlurfen. Makaberes Detail am Rande: hier unten wurden früher Leichen der Geistlichen „gelagert“, bis sie zu verwesen begannen.

Unterirdische Gänge in der Felsenkirche San Pietro Barisano in Matera
Die unterirdischen Gänge in der Kirche San Pietro Barisano sind ganz schön eng!

Dass die Kirchen wirklich schon sehr, sehr alt sind, erkennt man an den Algenablagerungen an den Wänden. Die Jahre hinterlassen eben Spuren. Nichts desto trotz muss ich gestehen: ich hatte wirklich Gänsehaut, als ich die sehr alten Malereien betrachtet habe. Es gibt Gemälde, die bereits mehr als 900 Jahre alt sind – so etwas sieht man wirklich nicht oft.

Der Innenraum der Felsenkirche San Giovanni in Monterrone
Der Innenraum der Felsenkirche San Giovanni in Monterrone

Tipp 3: Matera bei Nacht erleben

Wenn die Nacht über Matera hereinbricht – was im Sommer zugegebenermaßen recht spät passiert – wird es hier besonders stimmungsvoll. Das düstere, aber warme Licht, welches die Kirchen und die Gassen bestrahlt, sorgt für regelrechte Gänsehautmomente. Wir sind, trotz des langen Spaziergangs am Nachmittag, am Abend nochmal durch die Straßen geschlendert, weil es einfach so schön anzusehen war.

Matera bei Nacht, die schönste Stadt in Italien im Lichtermeer
Matera bei Nacht ist einfach so unglaublich faszinierend und wunderschön

Hat man am Tag schon seinen Aussichtsplatz der Wahl gefunden, begibt man sich in der Dunkelheit am besten nochmals dorthin, um die Stadt erneut zu bewundern und Fotos mit einer grandiosen Kulisse nach Hause zu bringen. Matera wirkt in der Nacht zwar finster, aber nicht beängstigend und lädt wirklich zu einer eigenen Erkundung ein. Wir wurden neben einer Traumkulisse auch mit dem Anblick einiger Geckos belohnt, die sich im fast orangefarbenen Licht an den Hauswänden aufhielten 😉 .

Die Gassen von Matera bei Nacht
Ist das nicht eine unglaubliche Stimmung?

Tipp 4: Sich das damalige Leben in den Sassi vorstellen

Bereits vor 4000 Jahren, also in der Jungsteinzeit, war Matera bereits besiedelt. Damit gehört es zu den ältesten Städten der Welt. Schon damals wurde damit begonnen, Höhlen in die weichen Tufffelsen zu schlagen, um darin zu leben. Später wurden dann teilweise die Hausfronten gemauert, was heute dazu führt, dass die Häuser von außen recht „normal“ aussehen. Man würde oft nicht vermuten, was hier dahintersteckt.

Es ist schon erstaunlich, dass hier so lange Zeit (bis in die 60er Jahre) Menschen in Höhlen wohnten. Es wäre wohl noch länger so geblieben, wenn der schlechte Gesundheitszustand der Bewohner die damalige Regierung nicht zum Handeln veranlasst hätte. Wie aus alten Berichten zu lesen ist, litten die Menschen unter Krankheiten wie Ruhr und Malaria, und waren von starkem Ungezieferbefall geplagt. Matera wurde zur „Schande für die Nation“ erklärt.

In den Sassi di Matera wohnten Mensch und Tier gemeinsam
Im hinteren Teil der Wohnungen befanden sich die Stallungen für das Vieh

Verständlich, wenn man bedenkt, dass zu dieser Zeit an der ligurischen Riviera und auf Capri schon fein geurlaubt wurde. Alleine der Kontrast der Vorstellung von sonnenhuttragenden Frauen im Liegestuhl in Portofino im Gegensatz zu den verwurmten, verlausten Kindern, die sich mit Vieh ihr Zuhause teilten, könnte nicht größer sein. Also wurden Sozialwohnungen gebaut und die Menschen umgesiedelt.

Eine Küche in den Sassi di Matera
In dieser Art waren die Küchen in den Sassi

Nachdem die Sassi di Matera 1993 zum UNESCO – Weltkulturerbe benannt wurden, sorgte man auch dafür, dass sich Besucher das Leben damals auch vorstellen konnten. So gibt es einige Museen, die sich dessen annehmen. In der Casa Cava bekommt man eine sehr persönliche Führung – zum einen durch die Mauern so einer alten Wohnung, zum anderen wird einem auch ausführlich die Geschichte des Auditoriums drinnen erklärt. In der Casa Grotta wiederum sieht man eine originalgetreu nachgestellte Wohnung von damals, und darf sich lebhaft vorstellen, wie das Zusammenleben mit Eseln, Schweinen und Hühner auf engstem Raum wohl gewesen sein muss.

In der Casa Cava in Matera
Die Casa Cava ist ein ehemaliger, aber fein restaurierter Sasso

Tipp 5: Einen Blick auf Matera werfen

Von der Piazza Vittorio Veneto erhält man einen ganz tollen Blick auf das Sasso Barisano, und noch besser sogar von der Kirche San Agostino. Um das Sasso Caveoso mit seinen ursprünglichen Höhlenwohnungen zu sehen und den Hügel hinter dem Dom zu erblicken, muss man auf die andere Seite der Schlucht.

Blick auf Matera vom Balkon an der Piazza Vittorio Veneto
Der Blick vom Balkon an der Piazza Vittorio Veneto

Man kann zum einen in die Gravina absteigen und auf der anderen Seite den Wanderweg wieder hinaufgehen, oder aber man fährt etwa 10 Minuten mit dem Auto durch die Murgia in Richtung „Belvedere“. In beiden Fällen steht man am Ende am gegenüberliegenden Hügel und erhält einen unglaublichen Blick auf die Stadt.

Blick von der Belvedere auf Matera
Diesen grandiosen Anblick von Matera hat man von der Belvedere aus.

Doch es lohnt sich hier auch, ein wenig herum zu spazieren, denn auch hier findet man einige verlassene Höhlen. Die Felsen laden einen direkt dazu ein, sie zu erforschen, und wer wie wir gern einmal ein wenig klettert, kann sich hier auch austoben 😉 . Ich finde, es ist ein perfekter Ort, um sich von dieser wunderschönen Stadt zu verabschieden und nochmal ihre Anmut zu genießen.

Höhle in Matera
Auch rund um Matera findet man noch zahlreiche Höhlen
einer von 8 Tipps für Matera: den Ausblick von der Belvedere
Der wohl schönste Anblick von Matera

Tipp 6: Richtig lecker Essen gehen

Ja, schon klar – in Italien kann man gar nicht schlecht essen 😉 . Aber Süditalien hat sich ganz besonders in mein Herz gekocht! Sehr einfach, aber dafür umso schmackhafter wird hier gekocht. Daher empfiehlt sich auf alle Fälle der Besuch einer netten, kleinen Osteria. Wir waren im „Ciboom“ essen und waren begeistert! Natürlich gibt es auch ein paar gehobenere Restaurants, aber die „Cucina Povera“ (arme Küche) in den kleinen Trattorien und Osterien ist so unschlagbar gut, dass man sich in einem Ristorante nur verausgaben würde – sowohl kulinarisch, also auch finanziell.

Besonders die apulisch angehauchte Pasta ist ein Gedicht! Orecchiette mit ein wenig Basilikum und Peperoncini lassen jedes Herz höher schlagen, und wem sowieso schon heiß ist, der greift zu einer einfachen, aber leckeren Platte mit lokalen Schinken- und Käsespezialitäten. Traumhafte Focaccia gibt´s hier auch zur Genüge, und Pizza ebenfalls. Bestell dir auf alle Fälle eine Flasche lokalen Wein dazu – die Preise dafür sind wirklich sehr moderat und der Wein aus der Gegend ist ein Genuss!

Aperitiv in Matera
Ein leckerer Aperitif darf schon mal sein!

Die klassischen Touristenlokale habe ich hier nicht entdeckt, eher teure Ristoranti für Gäste, die auch gern mal mehr zahlen. Die Anzahl der Lokale, in denen man Abends essen gehen kann, ist uns jetzt auch nicht so unglaublich groß vorgekommen, daher ist es schon nicht schlecht, wenn man den Nachtspaziergang auf etwas später verlegt. Man sollte sich dessen bewusst sein, dass beinahe alle pünktlich um 21 Uhr essen gehen und die Plätze in den kleinen Lokalen daher schnell besetzt sind – zumindest im Sommer. Also entweder man reserviert tagsüber gleich, oder wartet ein wenig. Dann geht sich vorher noch ein Aperitivo mit Oliven, Chips und Taralli aus 😉 .

Tipp 7: Die ideale Unterkunft

Wir haben jetzt natürlich nicht alle Unterkünfte durchprobiert, daher kann ich nichts über die Qualität von anderen Hotels, B&B´s sagen. Was ich aber sagen kann ist, dass wir die Lage ziemlich gut gewählt haben!

Als unseren Schlafplatz wählten wir das Sognando Matera B&B, das etwa 10 Gehminuten von der Piazza Vittorio Veneto entfernt liegt. Diese Wohnung befindet sich nicht im historischen Kern der Stadt, was bedeutet, dass man bequem mit dem Auto zufahren und dort auch parken kann. Das Zimmer war schön und der Gastgeber sehr freundlich – er hat uns gleich einen ganzen Vortrag über die Stadt gehalten, sodass wir sofort wussten wie wir am besten wohin kommen 🙂 .

Durch die Gassen von Matera
Im Zentrum sieht es natürlich besonders nett aus, aber wenige Gehminuten außerhalb ist es gleich merklich günstiger

Natürlich kann man auch in einem restaurierten, zu einem B&B umgebauten Sasso im Zentrum übernachten. Das hat sicher einen ganz besonderen Flair, immerhin ist man mittendrin und darf auch einmal in einer Höhle schlafen. Allerdings muss man sein Auto dann auf einem Parkplatz am Stadtrand abstellen, was natürlich nicht günstig kommt.

So gesehen hält Matera aber für jeden etwas bereit, entscheidende Faktoren sind dabei eigentlich nur das Geld bzw. die Bequemlichkeit.

Tipp 8: Die beste Reisezeit

Wir besuchten Matera im Sommer. Das geht natürlich einher mit Hitze und viel Sonnenschein 🙂 . Aber gut – in Süditalien erwartet man nicht viel anderes im August und muss sich eben darauf einstellen. Auch darauf, dass zu dieser Zeit viele andere Touristen in der Stadt sind, speziell ItalienerInnen, die zu dieser Zeit Ferien haben.

Vespa vor den Mauern in Matera
Den süditalienischen Flair spürt man im Sommer besonders deutlich

Wer es gerne ruhiger und von den Temperaturen angenehmer mag, dem sei ein Besuch im Mai/Juni bzw. im September angeraten. In den Wintermonaten kann man sich die Stadt natürlich auch anschauen, muss aber natürlich mit kühleren Temperaturen um die 7°C und etwas Regen rechnen. Dennoch ist Matera das ganze Jahr über zu bereisen, von April bis Oktober gibt´s aber konstant über 10°C und wenig Niederschlag.

Besonders erwähnen möchte ich noch, dass Matera 2019 „Europäische Kulturhauptstadt“ wird. Da wird dann einiges los sein, denn so etwas zieht natürlich Besucher aus aller Welt an. Die Preise für Unterkünfte dürften dann vermutlich steigen, aber das kulturelle Angebot auch demensprechend üppig sein. Jedenfalls erlebt man eine aus der Asche wiederauferstandene Stadt, die ihresgleichen sucht!

Schlucht hinter Matera, in der Murgia
Eine Wanderung durch die Gravina hinter Matera war uns im Hochsommer zu anstrengend.

Was gibt es sonst noch?

Es gibt unzählige klassische Kirchen in Matera, die besichtigt werden können. Wir haben Blicke in den Dom und San Agostino gewagt, aber es gibt noch mehr. Besonders in den neueren Vierteln des Zentrums zwischen Piazza Vittorio Veneto und dem Palazzo della Provinicia befinden sich einige. Die Piazza selbst ist auch wunderschön, vor allem das Säulengewölbe und der angrenzende „Balkon“.

Der Dom ist eine wichtige Sehenswürdigkeit in Matera
Von außen wirkt der Dom recht schlicht, aber innen ist er sehr prunkvoll.

Wir hatten an einem Tag natürlich nicht Zeit, alles zu besichtigen. Aber es gibt noch mehr Sehenswürdigkeiten, die ich nicht unerwähnt lassen möchte. So etwa das Castello Tramontano, eine Festungsanlage, die auf einem Hügel an die Altstadt angrenzt. Zurzeit sind die Innenräume noch nicht zu besichtigen, das sollte sich allerdings 2019, wenn Matera dann Kulturhauptstadt ist, ändern.

Auch wer gerne ins Museum geht, kommen auf seine Kosten. Wer auf Contemporary Art steht, ist im MUSMA sicher gut aufgehoben. Es gibt außerdem ein archäologisches Museum und ein historisches Kunstmuseum. Unter der Piazza Vittorio Veneto kann man auch eine alte begehbare Zisterne besichtigen, die eine der größten in Europa ist.

Vortag in der Casa Cava in Matera
In der Casa Cava gibt es immer wieder spannende Veranstaltungen – ich habe mal für die Podiumsdiskussionen vorgetestet 😉

Du siehst also, Matera hat so viel zu bieten. Wenn die schönste Stadt Italiens dann auch noch europäische Kulturhauptstadt ist, gibt es auch veranstaltungstechnisch sicher einiges zu erleben. Bleibt nur zu hoffen, dass sie ihren ursprünglichen Charme trotz der erwarteten Popularität erhalten kann. Denn der Flair, den Matera versprüht, ist einzigartig und macht die Stadt zu einem Juwel unter so vielen anderen!

Auf Felsen sitzen in Matera
Eine schönere Fotokulisse gibt es nicht

PS: Du siehst, ich schwärme ziemlich über diese wunderschöne Stadt in Italien. Ich möchte aber festhalten, dass mich dafür niemand bezahlt oder gezwungen hat das zu schreiben – Matera ist wirklich so schön 😉 . Falls du noch nicht ganz überzeugt bist, schau mal, was Claudia von Pen&Sea über das UNESCO Weltkulturerbe von Matera geschrieben hat!


Psychologische Effekte der Reise

Dabei konnte ich mich verlieren: Die Vorstellung, dass bis vor wenigen Jahrzehnten noch Menschen hier unter schlechten Bedingungen in Höhlen lebten, hat mich sehr nachdenklich gestimmt und ist für mich bis heute noch nicht wirklich zu begreifen.

Da hab ich mich selbst gefunden: Der Blick über Matera in der Nacht machte einfach alles gut und strahlte so viel Frieden und Hoffnung aus, dass ich selbst auch richtig gelassen wurde.

Besonders intensiver Eindruck: Die Felsenkirchen mit den alten  Malereien haben mich enorm fasziniert! Aber auch Matera im Lichterschein bei Nacht. Ach was, einfach die gesamte Kulisse ist unglaublich 😀 !

Lernerfahrung für mich: Manchmal sind Orte in Wirklichkeit sogar noch schöner als auf den Fotos!

Drei wesentliche Gefühle dieser Reise: Begeisterung, Fassungslosigkeit, Erstaunen


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