Wellness, Wandern und Sehenswürdigkeiten in Ljubljana

Wellness, Wandern und Sehenswürdigkeiten in Ljubljana
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Wandern, Wellness und Sehenswürdigkeiten in Ljubljana

Sloweniens Hauptstadt Ljubljana ist wahrlich ein kleines Juwel. Ruhig und unscheinbar liegt sie südlich der Karawanken und erlebt seit einigen Jahren einen touristischen Aufschwung – zurecht, wie ich finde! Denn die Stadt besticht mit tollem Flair, viel Natur und herzlichen Menschen. Was man an einem Wochenende im Winter hier erleben kann und mit welchen Sehenswürdigkeiten Ljubljana besticht, verrate ich dir in diesem Artikel!

Reisezeit

Zunächst einmal muss ich meiner Begeisterung Ausdruck verleihen: wir waren im Jänner in Ljubljana unterwegs und waren überrascht, wie mild das Wetter war. Ein wenig Regen war schon dabei, aber es war bei Sonnenschein durchaus möglich, draußen zu sitzen und Frühlingsluft zu atmen. Kein Spur von Winter war erkennbar, eher Aprilwetter. Das ist natürlich nicht selbstverständlich, denn Ljubljana ist eingefasst von Bergen, auf denen man den Schnee sehen kann. Es kann also durchaus winterlich werden hier. Doch das adriatische Klima sorgt dafür, dass die Winter deutlich milder und trockener sind als weiter nördlich. Im Sommer klettern die Temperaturen dann auch gern mal höher auf fast 30°C, allerdings muss man auch mit mehr Niederschlag rechnen. Der regenreichste Monat ist der Oktober.

Ljubljana im Neben im Jänner
Ein Morgen im Jänner in Ljubljana – der winterliche Nebel hat sich tagsüber schnell verzogen

Generell kann man Ljubljana das ganze Jahr über gut bereisen, es gibt keine Sehenswürdigkeiten, die ausschließlich zu einer bestimmten Jahreszeit geöffnet haben. Jazzfreunde kommen sicher eher im Sommer auf ihre Kosten, wenn das alljährliche Jazz-Festival stattfindet. Im Winter dagegen kann man seine Städtereise nach Ljubljana praktischerweise mit einem Wellnessaufenthalt kombinieren, was wir gemacht haben.

Wellness

In Ljubljana selbst befindet sich zwar keine Therme (die nächstgelegene ist die Therme Snovik, etwa 30 km entfernt), aber eine Vielzahl an Hotels mit Spa- und Wellnessbereichen. Wir haben uns für das „Grand Hotel Union Business„* entschieden, das direkt an die Fußgängerzone Ljubljanas angrenzt und so absolut zentral liegt. Es ist ein sehr schönes 4-Stern-Hotel mit ausgezeichnetem Frühstücksbuffet und einem feinen Wellnessbereich mit warmem Becken, zwei Saunen und einem Massagecenter.

Das haben wir dann auch genutzt: nach einem langen Tag auf den Beinen und vielen gegangenen Kilometern durch die Altstadt Ljubljanas waren ein paar Stunden Wellness genau das richtige, um abzuschalten. Wir haben uns eine Massage gegönnt, fleißig in der Sauna geschwitzt und auch einfach mal gerastet. So wird dann aus einem dreitägigen Städtetrip wirklich Erholung vom Alltag 🙂 .

Wellnessbereich im Grand Union Hotel Business in Ljubljana
Harry ist total entspannt 😉

Jene, die kein Hotel mit einem Wellnessbereich gebucht haben, müssen dennoch nicht auf Entspannung verzichten. Es finden sich in Ljubljana auch Wellnessbäder, die tageweise besucht werden können und mit Schwimmbecken, Sauna und Massage dienen. Beispiele dafür sind etwa der „Wellness Club Victoria“  oder das „Vodno Mesto Atlantis“  (Achtung: nur recherchiert, nicht selbst getestet).

Wandern

Dass Slowenien ein Wanderparadies ist, ist schon lange kein Geheimnis mehr. Beinahe im ganzen Land befindet sich irgendwo ein Berg oder Hügel, den man über die gut ausgebauten und beschilderten Wege erklimmen kann.
Und auch wenn man nur ein paar Tage in Ljubljana verbringt, muss man auf die slowenischen Berge nicht verzichten – sie sind einfach zu nah dran 😉 .

Gebirge hinter Ljubljana
Hinter dem Wald blickt man auf schneebedecktes Gebirge

So zum Beispiel die Steiner Alpen, die von Kamnik aus super zu besteigen sind. Angelika von Wiederunterwegs hat über eine wunderschöne Wanderung zur Velika Planina geschrieben. Auch im Norwesten und Süden von Ljubljana erheben sich Hügel, die mit Gipfeln wie dem Tošč (1021m) und netten Kirchlein wie jenem am Polhograjski Dolomiti oder der Rožnik in Šišenski hrib zum Wandern einladen. Auf letztere führte uns auch unser Weg. Dazu mussten wir nicht mal die Stadt verlassen, denn über den Stadtpark Tivoli marschiert man einfach immer der Nase und den Schildern nach hinauf und hat irgendwann die Stadt unter sich.

Vom Tivoli in Ljubljana auf kann man wandern
Von Tivoli aus kann man das Hinterland von Ljubljana erkunden

Auch von der Burg auf in südlicher Richtung befindet sich ein großes Waldgebiet, dass von Wanderwegen durchzogen ist. In Ljubljana muss man also keinesfalls auf Naturerlebnisse verzichten, obwohl man sich mitten in der Hauptstadt befindet.

Wanderweg Ljubljana
Wenn der Weg nicht zum Wandern einlädt!

Sehenswürdigkeiten in Ljubljana

Wie jede Hauptstadt bietet Ljubljana eine Vielzahl an Sehenswürdigkeiten und Attraktionen. Da diese Stadt aber eine wirklich überschaubare Größe hat und mit knapp 300.000 Einwohnern sicher zu den kleineren Hauptstädten Europas zählt, kommt hier niemals das Gefühl auf, hetzen zu müssen. Man kann ganz gemütlich durch die Altstadt spazieren und nimmt auf dem Weg schon sehr viele wichtige Punkte mit. Ich möchte dir sechs Sehenswürdigkeiten in Ljubljana vorstellen, die uns gut gefallen haben!

Burg

Auf einem Hügel mitten in der Altstadt thront sie über Ljubljana: die Burg. Diese Festung, die im Mittelalter erbaut wurde und nun das Wahrzeichen der Stadt ist, sollte man sich auf alle Fälle anschauen. Man erreicht die Burg entweder über eine Standseilbahn oder zu Fuß auf einem nicht allzu langen Spazierweg hinauf.

Burg am Schlossberg in Ljubljana
Die Burg von Ljubljana ist von der ganzen Stadt aus zu sehen

Zumindest der Innenhof der Burg ist frei zugänglich. Von dort aus hat man schon einmal einen tollen Ausblick auf die Stadt und kann über das Gelände spazieren oder in das hippe Lokal, dass sich oben befindet, einkehren. Dort finden auch immer wieder Konzerte und andere Veranstaltungen statt.

Der Innenhof der Burg in Ljubljana
Der Innenhof der Burg ist sehr einladend

Wer ganz hoch hinaus will auf den Turm, muss ein Ticket kaufen. Von dort hat man dann nicht nur einen Teil der Altstadt, sondern das ganze Umland gut im Blick. Anschließend kann man sich noch die Marionettenausstellung und die ganz alten Gemäuer der ursprünglichen Burg ansehen.

Die Brücken

Mitten durch die Altstadt schlängelt sich die Ljubljanica, der Fluss der slowenischen Hauptstadt. Um eine bequeme Überquerung zu gewährleisten, durften sich hier einige Architekten und Künstler bei der Gestaltung der Brücken austoben.

So wird die Drachenbrücke (Zmajski most) – wie soll es anders sein – von vier Drachen aus Kupferblech geschmückt, die über die Stadt zu wachen scheinen. Jurij Zaninović, ein Schüler Otto Wagners, hat die Brücke um 1900 ganz im Jugendstil erschaffen.

Drachenbrücke in Ljubljana
Einer der vier Drachen, die der Brücke ihren Namen geben

Ein paar Meter flussaufwärts liegt die Fleischerbrücke (Mesarski Most), die direkt zur Markthalle führt. Ihren Namen hat sie deshalb, weil hier früher die Fleischerbuden der Metzger standen. Jakov Brdar hat durch seine Skulpturen auf der Brücke eine Erinnerung an diese Zeit geschaffen. Skurrilerweise ist diese einst „blutige“ Brücke heute Anziehungspunkt für Romantiker – das zumindest bezeugen die vielen Liebesschlösser am Geländer. Das Bild mit den Fischköpfen hat es übrigens ob seiner Eigenartigkeit sogar in meine fotografischen Highlights des ersten Halbjahres 2018 geschafft 😀 !

Fleischerbrücke in Ljubljana
Hier hängen sogar an den Fischköpfen Liebesschlösser!

Die architektonisch wohl interessanteste ist jene von Jože Plečnik, die eigentlich mehr ist als nur eine Brücke. Ihr Name „Drei Brücken“ (Tromostovje) verrät, dass es sich hierbei um drei Bauten handelt, die nebeneinander übers Wasser führen. Diese einzigartige Konstruktion ist schon ein Wunderwerk für sich!

Drei Brücken in Ljubljana
Soetwas wie die drei Brücken habe ich bisher noch nie gesehen

Prešerenplatz

Direkt an den „Drei Brücken“ liegt der Prešerenplatz, einer der schönsten und größten Plätze von Ljubljana. War er früher durch Durchgangsort in die Altstadt, so ist er heute mit seinen bürgerlichen Häusern sehr schön zum Verweilen.

Man findet hier zum einen die Franziskanerkirche „Mariä Verkündung“, die frei zugänglich ist und besichtigt werden kann. Durch diese rote Kirche kann man den Platz vom Turm der Burg aus auch sehr gut ausmachen. Auch ein im Sezessionsstil renoviertes Kaufhaus – das Urbanc-Haus – sowie weitere bedeutende und schöne Gebäude umrahmen den Prešerenplatz.

Preserenplatz in Ljubljana
Auf dem Prešerenplatz ist immer was los!

Seinen Namen hat er übrigens vom slowenischen Dichter France Prešeren, der hier auf diesem Platz mit einem großen Denkmal verewigt wurde.

Preserenplatz in Ljubljana bei Nacht
Der werte Herr Prešeren bei Nacht

Fußgängerzone

Bei einem Spaziergang durch die Stari trg, Mestni trg und Ciril Metodov trg zeigt sich Ljubljana von seiner gemütlich-geselligen Seite. Hier befindet sich das Herz der Altstadt mit dem Rathaus, dem Obeliskenbrunnen davor und vielen Geschäften sowie Gastronomiebetrieben. Wir haben hier bei „Marley & Me“ zum Beispiel ausgezeichnet gut gegessen. Wer hier durchschlendert, erlebt Ljubljana von seiner klassisch-schönen und schicken Seite.

Fußgänerzone in Ljubljana
Ein Spaziergang durch die Fußgängerzone

Tivoli – Park

Selbst im mäßig winterlichen Januar sollte man sich einen Besuch im Stadtpark Tivoli nicht entgehen lassen. Der öffentlich zugängliche Park ist rund 5 km2 groß und von vielen Wegen zum Spazieren gehen und Laufen durchzogen. Man findet hier einen hübschen Teich, einen Kinderspielplatz sowie ein Schlösschen, in dem man heute fein einkehren und Kaffee trinken kann.

Der Tivoli Park ist eine tolle Sehenswürdigkeit in Ljubljana
Der Park ist echt ein wunderschönes Fleckchen

Der für mich interessanteste Platz im Park ist die Jakopič-Promenade. Hierbei handelt es sich um einen breiten Weg, an dem links und rechts Wände mit Fotos stehen. So verbindet sich öffentlicher Raum mit einer Gallerie, Natur mit Kultur.

Gallerie im Tivoli Park in Ljubljana
Eine wunderschöne Gallerie im Tivolipark

Vom Tivoli – Park kann man dann übrigens gemütlich auf den Waldhügel Rožnik spazieren und bis zum Kirchlein wandern.

Entlang der Ljubljanica

Die Ljubljanica ist nicht einfach nur ein Fluss, der durch die Hauptstadt fließt. Sie ist die Lebensader der Stadt, an der sich das alltägliche Leben abspielt. An ihrer Seite wurden wunderschöne Promenaden geschaffen, an denen man dank Infrarotheizungen auch im Winter verweilen und Kaffee, guten slowenischen Wein oder den dicksten, schokoladigsten Kakao aller Zeiten (es war mehr ein Trinkpudding 😉 ) genießen kann.

Promenade am Fluss in Ljubljana
Ja, da kann man eigentlich bleiben!

Dass diese Promenaden an der Ljubljanica auch das „Wohnzimmer“ der Einheimischen genannt werden, wird einem hier schnell klar. Hier trifft man sich, hier verbringt man ganze Nachmittage, hier läuft man sich über den Weg.

Promenade Ljubljanica
An der Promenade reiht sich ein Cafe ums andere

Wer mag, kann auch eine Bootstour auf dem Fluss buchen – zeitweilig sogar als Dinnerfahrt oder mit Weinbegleitung. Das haben wir angesichts der knappen Zeit nicht gemacht, aber für meinen nächsten Besuch in Ljubljana ist das fix vorgemerkt!

Ljubljanica fließt durch Ljubljana
Ein Fluss als Lebensader einer Stadt

 

Natürlich findet man auch interessante Museen in Ljubljana. Sicher einen Besuch wert ist die slowenische Nationalgallerie, das Stadtmuseum, das Museum der Modernen Künste, das Museum der Illusionen und das Nationalmuseum. Uns war das Wetter zu schön und die Zeit zu kurz, um uns in eines der vielen Museen zu begeben, aber das holen wir beim nächsten Besuch bestimmt nach 🙂 .

Fazit

Ljubljana ist eine tolle Stadt, die wirklich für jeden etwas bietet! Egal ob man Lust auf Sightseeing, Wellness oder Wandern hat, die Stadt hält eine Vielzahl an Möglichkeiten bereit. Selbst Nachtschwärmer und MusikliebhaberInnen kommen durch die vielen Lokale, Konzerte und Festivals voll auf ihre Kosten.

Und vielleicht gerade weil Ljubljana nicht mit den anderen großen europäischen Metrolpolen und Städten vergleichbar ist, weil es einfach viel beschaulicher ist, überzeugt es mit seinem einzigartigen, herzlichen Flair. Ein Spaziergang durch die Gassen oder eine Wanderung auf die Hügeln nahe der Stadt zeigen das deutlich, und wer keine Lust mehr auf Sehenswürdigkeiten in Ljubljana hat, kann hier auch wunderbar wellnessen und entspannen.

Ljubljana Ufer und Burg


Nützliche Links

Buchtipps*

Unterkunftstipp*

Großartiges Frühstück, schöner Wellnessbereich, guter Service und fantastische Lage: Wer das sucht, ist im Grand Union Hotel Business genau richtig! Uns hat es richtig gut gefallen hier – also eine absolute Empfehlung 🙂 Falls du etwas anderes suchst –> nutz einfach das Suchfenster von Booking auf dieser Seite!

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Verbreitung erlaubt :-)


12 thoughts on “Wellness, Wandern und Sehenswürdigkeiten in Ljubljana”

  • Liebe Barbara,
    durch Ljubljana bin ich bisher leider nur einmal mit dem Zug durchgefahren auf dem Weg nach Zagreb. Seitdem habe ich immer wieder gehört, wie schön die Stadt sein soll, und mich ein wenig geärgert, dass ich einfach vorbeigefahren bin. 😉
    Dein Bericht und die Fotos machen wirklich Lust, die Stadt zu erkunden – vor allem dass man drumerhum auch so toll wandern kann ist super!
    Liebe Grüße
    Marcella

    • Absolut! Ich war sicher nicht das letzte Mal da – irgendwann möcht ich die Stadt auch im Sommer erkunden und dann richtig fein Wandern gehen. LG

  • Ich war noch nie in Ljubljana und das, obwohl es eigentlich recht nah liegt. Dein Bericht und deine Fotos machen aber echt Lust, der Stadt mal einen Besuch abzustatten.
    Das Hotel sieht auch super aus!! Dort lässt es sich bestimmt gut aushalten. 😉
    Liebe Grüße
    Julie

    • Genau das dachte ich auch! Von uns in Graz sind es ja gerade einmal zwei Stunden Autofahrt bis dorthin, und dennoch war ich dieses Jahr das erste Mal dort. Oh ja, wir hätten es uns schon noch ein paar Tage gut gehen lassen können 😉 Lg Barbara

  • Ein toller Bericht, den ich mir auch sofort abgespeichert habe 🙂
    Ljubljana steht bei mir für 2019 auf dem Plan , aber nach Deinem Bericht würde ich am liebsten sofort meine Koffer packen (allerdings bin ich gerade erst aus Wien wieder daheim :D)!

    • Hallo Sarah!
      Das freut mich 🙂 . Ich versteh das, beim Warten tu ich mir auch immer ganz schwer. Dafür ist die Zeit der Vorfreude ganz lang 🙂 .
      LG Barbara

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