Advent in Budapest – weihnachtliches Sightseeing und Wellness

Advent in Budapest – weihnachtliches Sightseeing und Wellness
Budapest ist immer schön. Im Advent hat man aber auch Gelegenheit, über die Weihnachtsmärkte zu schlendern. Was man sonst noch aller erleben kann, lest ihr hier. #budapest #ungarn #advent #weihnachten #kurztrip #europa #reise #reiseblog #bericht Ein vorweihnachtslicher Advent – Trip nach Budapest

Anfang Dezember 2016 machten wir einen Kurztrip der vorweihnachtlichen Art – recht spontan, aber umso aufregender, nach Budapest.

Da mich wieder einmal ganz akut das Fernweh packte und wir noch Hofer-Reisegutscheine in unserer Lade herumliegen hatten, beschlossen wir, ein bevorstehendes und endlich mal wieder freies Wochenende zu nutzen und buchten zwei Nächte in Budapest.

Ohne großartige Vorbereitungen fuhren wir also Mittags zuhause in Graz los. Das einzige, worum ich mich am Vorabend unserer Abreise kümmerte, war, zwei Tickets für eine Führung im Parlament zu buchen – eine Bekannte hatte mich darauf aufmerksam gemacht und das war auch gut so.

Erste Impressionen vom Advent in Budapest

Nun, die Hinfahrt war etwas spannend. Zum einen, weil das Navi leider noch nicht wusste, dass die Autobahn schon weiter gebaut ist und uns daher abfahren lies – irgendwo mitten in der ungarischen Pampa. Dann torkelten wir eben viele, viele Kilometer ohne im Navi erkennbare Autobahn dahin und fanden auch so in die richtige Richtung. Später, in Budapest, hatten wir das Vergnügen, den oft schon beklagten chaotischen Stadtverkehr dort kennen zu lernen. Nach einer gefühlten Ewigkeit Stau kamen wir aber gut im Novotel Danube an. Man sieht im den inneren Schick von außen gar nicht an, aber es war ein wirklich tolles Hotel mit schönem Zimmer und sehr höflichem Personal. Das Frühstücksbuffet ist übrigens top.

Am Freitagabend flanierten wir noch ein wenig über den Weihnachtsmarkt, kosteten uns ein wenig durch die Glühweine und aßen hervorragend im És, ein zum Kempinski Hotel gehöriges Restaurant in der Altstadt. Der obligatorische Absacker im Hard Rock Cafe musste dann auch noch sein, und dann ging es aber ins Bettchen.

Sightseeing-Halbmarathon und Wellness

Am Samstag legten wir uns richtig ins Zeug – laut Schrittzähler legten wir eine Strecke von über 20 km hin – wir gingen sozusagen einen Halbmarathon. Advent in Budapest heißt nämlich nicht nur Glühwein und Adventmarkt, sondern auch vorweihnachtliches Sightseeing 😉 . Die Tour begann am Burgberg, wo uns schon die Gässchen hinauf über die Stiegen faszinierten. Direkt bei der Fischerbastei angekommen, erwartete uns ein atemberaubender Ausblick auf Budapest. Auch die St. Matthias Kirche ließ uns kurz ins Wanken geraten – so wundervolle Bemalungen in einem westlichen Gotteshaus war uns noch nie untergekommen.

Nach einer ausgiebigen Erkundung des ganzen Burgareals, der Überquerung der Kettenbrücke hinüber in die Pester Altstadt und der Besichtigung der St. Stephanskirche, war nun erst einmal Zeit für eine Pause im ganz klassischen Stil – Kaffee und Mehlspeise im Gerberaud, einem traditionsreichen Kaffeehaus am Vörösmati ter. Ich muss gestehen, ich aß dort die bisher wirklich besten Somloer Nockerl meines Lebens.

Nun war ohnehin Zeit, es etwas gemütlicher anzugehen. Wir fuhren zurück ins Hotel, packten unsere Sachen und begaben uns in die nicht weit entfernte Gellert Therme, ein im Jugendstil erbautes Bad, dessen heilsame Quellen schon Jahrhunderte davor bekannt waren und welches heute noch ganz klassischen Badecharme versprüht. Die Gestaltung der Beckenbereiche ist sagenhaft schön, die Gänge rundherum hingegen ein Labyrith. Entspannung und Aufregung in einem sozusagen.

Gemeinsam mit zwei netten Deutschen, die wir kennenlernten, spazierten wir danach auf den angrenzenden Hügel mit der Zitadelle und hatten einen großartigen Blick über die beleuchtete Stadt. Zum Essen trieb es und dann nochmal auf den Adventmarkt bei der Stephanskirche, die berühmten Klassiker „Gulasch im Brot“ und „Riesenkartoffelpuffer mit Sauerrahm und Käse“ sowie ein viel zu großer Baumkuchen mussten einfach sein. Überrascht wurden wir hierbei von einer Lichtershow mit Musikbegleitung, die auf die Kirche projeziert einfach fabelhaft aussah.

Natur, Geschichte und Prunk

Weil uns die vielen Kilometer des Vortags noch nicht genug waren, gaben wir Sonntag noch einmal ordentlich Gas und besichtigten den Heldenplatz, einen Teil des Stadtparks und der Margareteninsel, die Andrássy utca (eine lange, sehr noble Straße) und das wohl imposanteste Gebäude Budapests, das Parlament.

Dieses lies mich tatsächlich kurz einmal sprachlos werden (was nicht oft passiert). Es fällt mir auch jetzt noch schwer, den Eindruck des vielen Glanzes in Worte zu fassen. Die Golddecke, die Statuen, die Teppiche, die Wandmalereien, die Bleiglasfenster, der Luster in der Kuppelhalle – alles ein einziges Kunstwerk. Dass man dann auch die weltberühmte Stephanskrone besichtigen kann, ist eine besonders schöne Draufgabe.

Zwischendurch stärkten wir uns im ausgezeichneten Cafe Gelarto Rosa, welches ich aufgrund der liebevollen Süßspeisen und des traumhaften Kaffees nur weiterempfehlen kann. In dem Moment, als ich sagen wollte, dass der Kaffee mindestens genauso gut wie in Italien schmeckt, entdeckte ich auch schon das Zertifikat an der Wand, welches auswies, dass sie das Kaffeekochen in Triest gelernt hatten – meine Sinne täuschen mich halt nicht 😉 .

Dann ging es auch leider schon wieder heimwärts, immer dem Sonnenuntergang nach. Ein Eindruck, der aber geblieben ist, ist jener von einer pulsierenden, lebendigen Stadt, die sich ohne weiteres mit anderen internationalen Großstädten messen kann, vor allem auch wegen der spürbaren Gastfreundschaft und der wahrgenommenen Vielseitigkeit. Ich durfte Ungarn also einmal von einer ganz anderen Seite, nämlich jener einer weltoffenen Metropole, kennenlernen.

Was den Advent in Budapest so besonders macht:

  • es gibt an vielen verschiedenen Plätzen wunderbare Adventmärkte mit einem vielseitigen Angebot (auch an Kunsthandwerk) und vielen kulinarischen Köstlichkeiten. Spezielle Showacts wie auf einer Bühne für SängerInnen oder Lichtershows inklusive.
  • Bei der Kälte tut ein Besuch der alten, klassischen und berühmten Thermalbäder (wie etwa Gellért-Bad, Széchenyi-Bad oder Rudas-Bad) besonders gut und gibt neue Kraft für müde, kalte Füße
  • Das Lichtermeer, welches man aufgrund der früh eintretenden Dunkelheit schon zeitig bestaunen kann, ist sensationell – denn zusätzlich zur bestehenden Beleuchtung strahlen viele Bäume, Straßen und Plätze in weihnachtlichem Glanz.
  • Wer gerade in der Adventzeit gastfreundschaftliche Wärme sucht, ist hier genau richtig.
  • Wenn man noch auf der Suche nach hübschen oder ausgefallenen Weihnachtsgeschenken ist, ist die Chance sehr groß, hier fündig zu werden. Auf den Märkten und in den hippen Innenstadtgeschäften finden sich vielerlei Schätze.

Psychologische Effekte der Reise

Dabei konnte ich mich verlieren: Beim Besuch des Parlament – da blieb mir einfach die Spucke weg und ich kam aus dem Staunen nicht mehr raus

Da hab ich mich selbst gefunden: Der Thermenbesuch war wirklich sehr „erdend“ und das absolut Richtige nach einem Tag voller Eindrücke

Besonders intensiver Eindruck: Die vielen verschiedenen Gerüche am Adventsmarkt – Glühwein, Baumkuchen, Langos und Käse waren einfach allgegenwärtig

Lernerfahrung für mich: Einfach mal öfter spontan wohin zu düsen birgt wunderbare Überraschungen

Drei wesentliche Gefühle dieser Reise: Überraschung, Faszination, Überforderung


Du willst noch mehr über den Advent in Budapest lesen? Dann schau auch mal bei Mirli rein:

10 gute Gründe für Advent in Budapest


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4 thoughts on “Advent in Budapest – weihnachtliches Sightseeing und Wellness”

  • Die Stadt sieht bestimmt toll aus im Lichterglanz. Für mich geht es allerdings im März hin. Hoffe es ist dann schon etwas sonnig. Nach Deinem Bericht hätte ich nun aber schon Lust zum Advent hinzufahren…. Guter Tipp mit dem Parlament werde ich besser auch Tickets vorher buchen.
    Liebe Grüße, Mandy

    • Ich bin sowieso der Meinung, dass jede Stadt im Advent ganz besonders schön ist 🙂 Aber ich bin mir sicher, dass es dir im März auch gut gefallen wird – und falls es doch zu kalt ist, einfach ab in die Thermen 😉 Ja auf alle Fälle Tickets vorher buchen, wäre doch doof wenn man dort steht und nicht rein kommt!

  • Vielen Dank für die Erwähnung, Budapest ist so eine großartige Stadt und gerade in der Adventszeit einfach traumhaft schön, ich war bestimmt auch nicht zum letzten Mal dort, ich verbinde so viele wunderschöne Erinnerungen an dieses Wochenende, die alle wieder hochgekommen sind, beim Durchlesen deines wunderschönen Posts. Ich wünsche dir eine ganz fantastische neue Woche, allerliebste Grüße, x S.Mirli
    http://www.mirlime.com

    • Hallo S.Mirli 🙂
      Sehr gerne doch! Ich freue mich immer wieder, wenn jemand anderer die gleichen tollen Erfahrungen mit einem Ort macht wie ich! Mir ist es bei deinem Beitrag ganz gleich gegangen, deshalb musste er jetzt einfach mit rauf! Auch ich will definiitv nochmal nach Budapest.
      Dir auch noch eine wunderbare Woche!
      LG Barbara

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