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Für Reisesüchtige & Sich-Selbst-Finder

Von tausenden Fischen umgeben – unser Reisemoment 2017

Von tausenden Fischen umgeben – unser Reisemoment 2017

Es gibt so Momente im Leben, da kriegt man den Mund vor lauter Staunen nicht mehr zu. Das kennst du bestimmt! Auch auf Reisen gibt es immer wieder mal Situationen, die wir so nicht haben kommen sehen und die uns unglaublich positiv überraschen! Daher hat Christine von „Die bunte Christine“ zur Blogparade „Mein Reisemoment 2017“ aufgerufen, um genau solchen besonderen Momenten eine schriftliche Bühne zu gewähren.

Wir haben kurz überlegt und waren uns recht schnell einig, welcher denn unser eindrucksvollster Reisemoment im vergangenen Jahr war. Nun, bei dem Erlebnis mussten wir den Mund zwar geschlossen halten – das wäre sonst etwas schwierig geworden mit dem Atmen 😉 – aber fasziniert waren wir ohne Ende. Und zwar beim Schnorcheln im ionischen Meer im Salento.

Ein krasser Gegensatz

Wir waren im Sommer ja zwei Wochen in Apulien unterwegs und haben da sehr viel erlebt und gesehen. Die erste Zeit verbrachten wir an der Adriaseite. Für viele ist es wahrscheinlich keine Neuigkeit mehr, dass die Adria aufgrund ihrer Überfischung für Schnorchler relativ unattraktiv ist – selbst im Süden. Als wir in an der Costa di Bari und bei der Grotta della Poesia im Meer waren, haben wir wohl einige Fische gesehen, und aufgrund der felsigen Küsten immerhin mehr als im sandigen, fischarmen Norden, aber dennoch war das Meer dort ziemlich leer.

Polignano a Mare, Apulien
Baden unter den Häusern von Polignano

Nachdem wir in Lecce Station gemacht hatten, sind wir auf die andere Seite des Stiefelabsatzes gefahren – in den Golf von Tarent im ionischen Meer. Er beginnt bei Santa Maria di Leuca, und wir haben dann die Küste aufwärts Richtung Taranto (deutsch: Tarent) erkundet. Alleine schon das klare, türkisfarbige Wasser hat uns ins Staunen versetzt und war ein deutlicher Gegensatz zur tiefblauen Adria. Bereits am Sandstrand von Torre San Giovanni, wo wir für vier Tage unser Zelt aufgeschlugen, hatten wir den Eindruck, dass es hier wesentlich mehr Fische gibt als auf der anderen Seite Apuliens. Aber nur Sand unter Wasser ist ja nicht unbedingt der Lieblingsplatz vieler Fische, also ließ die große Überraschung noch auf sich warten.

ionisches Meer Wasser
Das ionische Meer – so klar und blau

Die Suche nach dem besten Platz

Wir verließen den Salento wieder und fuhren weiter in Richtung Norden, nach Taranto. Also nicht direkt in die Stadt hinein, sondern in einen ruhig gelegenen Vorort namens San Vito. Dieser Stadtteil begrenzt die Bucht von Taranto nach Süden hin und ist ein beliebter Badeort in der Gegend, zumindest bei den Einheimischen.

Nun gut, kaum angekommen und mit einer unglaublichen Herzlichkeit im Bed&Breakfast empfangen, machten wir uns schon auf die erste Entdeckungsreise die Küste entlang, immer auf der Suche nach einem netten Strandplätzchen. Das war schwieriger als gedacht: ein Strand war nur für Militärangehörige reserviert (San Vito ist ein großer Militärstützpunkt), der andere war mir zu laut, und sowieso war da nur Sand. Das wollten wir nicht. Wenn wir es uns aussuchen können, nehmen wir lieber Fels und Kies. Also stapften wir in der Hitze auf eine Anhöhe, und kamen dann über einen Pfad an die Felsenabschnitte des Capo San Vito.

Felsige Küste in Taranto
Ab hier wird´s interessant, denn die Felsenküste beginnt

Dort konnte man beinahe direkt in der Wildnis liegen, keine Liegen zum Ausleihen, keine nervigen Reglementierungen, eine Strandbar für kühle Getränke aber in annehmbarer Entfernung – genau so etwas hatten wir gesucht! Nachdem es bereits Nachmittag war und wir nur ein wenig plantschen gehen wollten, hatten wir das Schnorchelset noch nicht mit und vertrieben uns die Zeit mit Schwimmen und dem Beobachten von Krebsen. Wir stellten fest, dass die hier ganz schön groß waren im Gegensatz zu jenen, die wir bisher gesehen hatten, und sich die kleinen Racker durchaus wehren, wenn man ihnen mit dem Zeh unabsichtlich den Höhleneingang versperrt. Also, uns gefiel es hier, und wir beschlossen, wiederzukommen.

Krebs im Wasser
Wer findet den Krebs?

Ein Paradies im Wasser

Zwei Tage später machten wir uns also einen ganz entspannten Badetag an diesem felsigen Küstenabschnitt. Mit Strandsessel, Getränken, Obst und Schnorchelset ausgestattet fanden wir in einer kleinen Felsenbucht einen ausgezeichneten Platz und wurden auch bald von einem wirklich großem Krebs begrüßt – der allerdings schneller weg war, als ich mein Handy zücken konnte.

Felsenbucht in Taranto
Kristallklares Wasser mit faszinierenden Überraschungen

Ich saß noch am Strand, als Harry ganz begeistert aus dem Wasser kam und nur zu mir meinte: „Das musst du dir anschauen! Du glaubst es mir nicht, wenn ich dir sage was sich da unten tut!“. Also gut, Taucherbrille auf und ich war schon in den Fluten. Nur wenige Meter vom Strand entfernt, an den Felsen entlang, verstand ich was er meinte: Überall waren Fische. Große, kleine, bunte, schwarze, welche die alleine schwammen, andere im Schwarm. Es war unglaublich. Ich schwomm weiter hinaus, wo sich am Meeresgrund eine Seegraswiese befand, und durchkreuzte dabei mehrmals Schwärme von tausenden Fischen – und ich übertreibe keineswegs! Kleine blaue und weiße Fische waren einfach überall unter, vor und neben mir. Ich kam mir vor wie ein Wal, der von einer Horde kleinerer Meerestiere begleitet wird, wie man es von den Bildern aus dem Fernsehen kennt.

Fischschwarm im Meer
Viele kleine Fische tümmeln sich um das Gras

 

Fischschwarm im Meer
Eine kleine Fischgemeinschaft ist unterwegs

Es war wirklich sagenhaft, wieviele Tiere und in welcher Vielfalt wir sie erblickten: so viele verschiedene Fische, aber auch riesengroße Muscheln, Krebse, Seeigel und auch einen Oktopus konnten wir beobachten. Schau dir mal das Video an, da sieht man etwas mehr als auf den Fotos und bekommt eine Vorstellung davon, wie viele Fische das wirklich waren 🙂 (dazu die Qualität bitte unbedingt raufdrehen – wäre sonst schade drum 😉 )

Wenn uns nicht irgendwann zwischendurch mal kalt geworden wäre, wären wir vermutlich stundenlang im Wasser geblieben. Aber ab und an machten wir eine Aufwärmpause am Strand und unterhielten uns über diese sensationelle Unterwasserfauna. Wir hatten schon mit Fischen gerechnet, aber niemals in diesem Ausmaß und in der Vielfalt. Vor allem, wenn man bedenkt, dass Taranto jetzt nicht gerade als ein Umweltparadies gilt. Durch die Industrie und die Werke, die auf der anderen Seite der Bucht liegen (und einem eigentlich auch meist die schöne Aussicht vermiesen), wird sie auch als „dreckigste Stadt Italiens“ bezeichnet – zu recht, wie wir meinen. Aber einige Kilometer von der Stadt entfernt, an der zerklüfteten felsigen Küste, zwischen abgestürzten Steinen und eingebrochenen Militärstegen, scheint zumindest die Meereswelt schwer in Ordnung.

Am Felsen im Wasser sitzen
Eine kleine Aufwärmpause muss auch mal sein

Fazit

Nachdem wir auf die Frage, wie der Urlaub denn so war, in etwa so antworteten: „Wunderschön. Apulien ist echt toll. Und wir sind mit tausenden Fischen geschwommen, das war ein Wahnsinn!“, war klar, dass das Schnorchelerlebnis in Taranto unser bester Reisemoment des Jahres 2017 war. Und dass, obwohl es wirklich noch ein paar sensationelle Konkurrenzmomente gab 😉 . Aber diese Überraschung war einfach großartig und so unvorhergesehen, dass wir auch heute noch darüber Staunen! Wer also bei wunderschönstem Wetter mit den Fischen schwimmen will (aber bitte mit Ausrüstung, nicht im mafiösen sprichwörtlichen Sinne 😉 ) muss nicht unbedingt in die Karibik fliegen, sondern macht sich einfach auf den Weg nach Apulien in den Golf von Taranto!


Nützliche Links*

Günstige Flüge findest du auf Momondo.  Nette Info am Rande: ab Juni fliegt auch Wizz-Air für sehr wenig Geld ab Wien nach Bari. Von dort ist es nicht weit nach Taranto 🙂

Hier findest du Angebote zu Unterkünften. Wir waren übrigens im wirklich sehr netten und familiären B&B Albergo Lamanna, das wir guten Gewissens weiterempfehlen.

*hier verweise ich auf Flüge, Hotels, Dienstleistungen oder Produkte, von denen ich überzeugt bin, die mir selbst hilfreich sind und waren. Warum? Zum einen gebe ich meine positiven Erfahrungen gerne weiter, zum anderen bessert es mein Reisebudget ein wenig auf, wenn ihr über meinen Blog etwas kauft. Es kostet euch nicht mehr, aber ich erhalte eine kleine Provision.


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4 thoughts on “Von tausenden Fischen umgeben – unser Reisemoment 2017”

  • Hallo Barbara,

    vielen Dank für die Teilnahme an meiner Blogparade.
    Das ist wirklich ein toller Moment, den du da beschrieben hast. Die Bilder gefallen mir richtig gut, aber das i-Tüpfelchen ist das Video, So habe ich einen noch realistischeren Eindruck von dem, was ihr erleben durftet. Danke dafür.

    Liebe Grüße und ein schönes Wochenende,
    Christine

    • Gerne, liebe Christine! Ich danke dir für die tolle Idee!

      Freut mich das es dir gefällt 🙂 Für´s Video hab ich mich ganz spontan entschieden, als ich mit dem Beitrag eigentlich schon fertig war und mit gedacht, ist doch schade wenn das Filmmaterial am PC „verstaubt“ 😉

      Dir auch ein wunderschönes Wochenende!
      LG

  • Liebe Barbara,

    wow, das klingt ziemlich toll und ich verstehe gut, dass Du genau dieses Erlebnis für die Blogparade ausgewählt hast! Ich komme gerade aus Mallorca zurück, ein paar Tage arbeiten, einen Freund besuchen und Sonne tanken. Jetzt bin ich wieder zurück im grauen Berlin und solche Bilder und Erzählungen mit türkisblauem Meer tun da unwahrscheinlich gut.
    Ich überlege gerade, was mein Reisemoment 2017 war, gar nicht so einfach, sich darauf festzulegen. Ich vermute mal, es hat irgendwas mit Schottland und einer einsamen Landstraße zu tun 🙂
    Liebe Grüße,
    Sandra (von A decent cup of tea bzw. Tracks and the City)

    • Hallo Sandra!

      Ach, das ist aber schön, dass ich ein wenig Italien zu dir nach Berlin bringen konnte 🙂 Sonne tanken im Winter ist so essentiell und macht das Leben gleich viel leichter! Mallorca sollte ich auch wieder mal, jetzt wo du es sagst 😉 Kann man ja super wandern dort!

      Oh, Schottland und Landstraße ist ein wirklich schönes Bild in meinem Kopf – hört sich nach viel Freiheit an 🙂
      LG

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