Gesäuse im Sommer – Urlaub zwischen Wasser und Fels

Gesäuse im Sommer – Urlaub zwischen Wasser und Fels

Es braust das Wasser, es glitzert der Fels: im Gesäuse geben die Elemente den Ton an. Man ist nur Gast hier in dieser von den Zeiten und Gezeiten geformten Region, die unweigerlich zeigt, wie klein und vergänglich wir eigentlich sind. Einzig die Kulturlandschaften holen einen in die Gegenwart zurück und bereiten größtes Vergnügen. So wird ein Urlaub im Gesäuse im Sommer zu einem Abenteuer für Körper, Geist und Seele.

Die Salza im Gesäuse

Wo liegt das Gesäuse?

Das Gesäuse ist eine Region im Norden der Steiermark am Dreiländereck zu Niederösterreich und Oberösterreich. Sie umfasst den Nationalpark Gesäuse, den Naturpark Steirische Eisenwurzen sowie die Orte Ardning und Admont.

Die Anfahrt erfolgt zumeist über die A9 und die Abfahrt Ardning, womit man gleich im Westen des Gesäuses ankommt. Wer von Osten kommt und auch ins östliche Gesäuse will, kann auf der A9 bei Traboch oder der S6 bei Leoben abfahren und über Eisenerz anreisen. Von Norden kommend kann man mit etwas Zeit und Lust die A1 auch schon bei Amstetten verlassen und über Waidhofen an der Ybbs anfahren.

Blick auf die Planspitze
Gesäuse ist dort, wo die Wildnis ruft

Das Wetter im Gesäuse im Sommer

Der Sommer im Gesäuse kann heiß und super sonnig sein – oder aber kühl und regnerisch. Es gibt solche und solche Tage, so ist das eben in den Bergen. Wenn du deinen Sommerurlaub hier planst, bedenke immer, dass du dich in einer alpinen Region befindest, in der das Wetter alle Stücke spielt.

Die Klimatabelle weist für das Gesäuse für die Monate Juli und August eine durchschnittliche Temperatur zwischen 12 und 23 Grad auf, wobei es an heißen Tagen auch mal 29 Grad haben kann. Die beiden Monate sind zusammen mit dem Juni aber auch die niederschlagreichsten. Das heißt, du solltest für deine Reise ins Gesäuse im Sommer unbedingt auch Regenschutz einpacken und dir überlegen, was du an Regentagen hier unternehmen willst.

Gesäuse im Regen - Platz mit Regenschirmen
Sommer im Gesäuse ohne Regen gibt´s nicht – macht aber nix

Du brauchst diesbezüglich aber keine großen Sorgen haben: Das Gesäuse bei Regen zu erkunden, macht genauso viel Spaß wie bei Sonnenschein. Es gibt viele Möglichkeiten für Aktivitäten und auch die Natur zeigt sich von einer wilden, fantastischen Seite.

Aktivitäten im Sommer im Gesäuse

Natürlich stellt sich bei der Urlaubsplanung die Frage: Was tun im Gesäuse? Lass dir vorweg gesagt sein: langweilig wird es hier bestimmt nicht, besonders nicht, wenn du dich gerne bewegst. Die Kombination aus Wasser, Wald und Fels bietet einzigartige Naturmomente, die man durch verschiedene Sportarten erleben kann. Aber auch kulturell gibt es einiges zu entdecken und, wie es sich für die Steiermark gehört, kulinarisch ebenso.

Aktivitäten im Gesäuse
Große und kleine Abenteuer warten auf dich

Wandern

Die vermutlich älteste und schönste Beschäftigung im Gesäuse ist das Wandern – wie soll es bei den vielen Gipfeln und Almen auch anders sein? Aber auch Klammen bieten hier fantastische Wandermomente. Ich möchte dir nur kurz einige Impressionen von Wanderungen geben. Eine genaue Auflistung möglicher Wanderrouten von einfach bis schwer findest du auf Bergfex und bald hier am Blog in einem eigenen Artikel zum Wandern im Gesäuse.

Blick auf großen Buchstein
Von der Ennstaler Hütte aus hat man einen herrlichen Blick auf den Buchstein
Hütten Einkehr im Gesäuse
Unzählige Hütten laden zu einer Rast ein
Hartelsgraben im Gesäuse
Kurz nach einem Regenguss im Hartelsgraben
Rauchbodenweg
Auch bei Regen wanderbar: der Rauchbodenweg
Wasserlochklamm
Hoch hinaus in der Wasserochklamm
Spitzenbachklamm Gesäuse Wandern
In der Spitzenbachklamm wähnt man sich in einem Canyon
Weiterlesen

Was du beim Wandern unbedingt beachten und einpacken solltest, habe ich dir in meinem Artikel Wandertipps für Anfänger aufgeschrieben

Raften

Sowohl auf der Enns als auch auf der Salza kann man sich in die Fluten schmeißen – mit dem Raftingboot. Ich war bereits zwei Mal im Sommer auf der Salza unterwegs und kann nur jeder Person dazu raten, das unbedingt auch mal zu machen! Es macht so unglaublich viel Spaß.

Dabei ist es an heißen Sommertagen nicht nur eine willkommene Abkühlung, sondern ermöglicht auch ein Erleben von jahrtausendealten Naturprozessen im Gestein. Spätestens, wenn du durch die Konglomeratschlucht fährst und sich neben dir meterhohe Wände aus der letzten Eiszeit erheben, vergisst du die Zeit. Bei klarem Wasser siehst du viele Meter unter dir noch die Forellen schwimmen in der kristallfarbenen Salza. Bist du jedoch nach dem Regen unterwegs, geht’s richtig rasant zu.

Rafting im Gesäuse
Die Salza ist ein Traum zum Raften
Rafting Gesäuse
Smaragdgrünes klares Wasser – die Salza kann das
GeoRaften auf der Salza
Wenn die Salza braust, wird man schon mal ordentlich nass (c) Heinz Peterherr

Klettern und Klettersteigen

Wo Fels ist, ist auch das Klettervergnügen nicht weit. Besonders im Johnsbachtal locken zwei Steige und mehrere Kletterrouten zum vertikalen Vergnügen. So etwa der moderate Geosteig Silberreith, der mit einer B/C Bewertung in etwa 1,5 bis 2 Stunden nach oben führt und der herrliche Ausblicke auf den Admonter Reichenstein oder auch den Großen Buchstein bietet. Dass man den Bergsteigerfriedhof immer im Blick hat, grenzt schon fast an schwarzen Humor 😉 .

Klettersteige im Gesäuse
Der Aufstieg lohnt sich bei so einer Aussicht!

Generell weisen die Klettersteige im Gesäuse alle keine großen Schwierigkeiten auf. Manche sind aber nur über einen längeren Zustieg zu erreichen, bei manchen lohnt sich sogar eine vorherige Hüttenübernachtung. Wir hatten etwa vor, die Tiflimauer zu besteigen, haben uns nach 3 Stunden bergauf wandern an der Ennstalerhütte dann dazu entschieden, es doch sein zu lassen, da die Tour wirklich sehr lang geworden wäre.

Folgende Klettersteige gibt es im Gesäuse:

  • Geosteig Silberreith (B/C)
  • Teufelssteig auf die Tiflimauer (C/D)
  • Hexensteig auf den Hexenturm (B/C)
  • Wildfrauensteig (B/C)
  • Jungfrauensteig (B)
  • Großer Buchstein (A/B)
  • Kaisergams (C/D)

Über die Kletterrouten weiß ich leider nicht so gut Bescheid, da ich im Gesäuse noch nicht seilgeklettert bin. Rund um Johnsbach gibt es jedenfalls einige Routen, etwa auf den Ödstein oder den Admonter Reichenstein (Infos gibt’s hier). Zu empfehlen ist auch der Kletterführer Xeis-Auslese. Einen guten Überblick bietet auch der Blog Freiluft-Geckos.

Klettersteig Silberreith Johnsbach
Eins werden mit dem Fels

Mountainbiken

Wer es noch nie gemacht hat, kommt hier auf den Geschmack! Denn wo ist Mountainbiken schöner als in den herrlichen Mountains vom Gesäuse? Man findet hier etliche ausgeschilderte Routen von einfach bis anspruchsvoll.

Wir haben uns für unsere Tour beim Nationalparkzentrum Gstatterboden zwei E-Bikes geliehen, mit denen es bergauf dann doch ein bisschen leichter geht. Ich fahre zwar viel Rad, aber für 800 Höhenmeter bergauf brauche ich dann doch etwas Support 😉 . Die Miete ist mit 25€ pro Tag wirklich ok und man hat Gelegenheit, die Landschaft nochmal völlig neu kennen zu lernen.

Mountainbiken im Gesäuse
Radeln über den Rauchbodenweg

Ich kann unsere gefahrene Route, die Johnsbacher Almrunde, nur weiterempfehlen. Zunächst fuhren wir über den Rauchbodenweg bis ins Johnsbachtal, dann ganz nach hinten bis zur Abzweigung zum Ebnerkreuz. Von dort radelten wir zuerst über die Teufelsklamm zur Kölblalm, dann zur Huberalm und anschließend zur Ebneralm. Überall gab es natürlich eine kleine Stärkung 😉 . Die letzte Alm der Runde, die Zeiringeralm, hatte leider geschlossen. Von dort aus ging es dann über das Tal und die Bundesstraße wieder zurück zum Gstatterboden.

Johnsbacher Almrunde
Die Strecke „Johnsbacher Almrunde“ verdient ihren Namen
Einkehr beim Mountainbiken
Bei den Almhütten rastet es sich besonders gemütlich
Mountainbiken im Gesäuse

Dauer und Länge der Johnsbacher Almrunde: ca. 40 Kilometer, davon 11 auf der Almrunde, unterwegs inkl. Einkehr und Pausen ca. 5,5 Stunden, Infos zu Johnsbacher Almrunde gibt’s hier 

Weitere Mountainbikestrecken im Gesäuse findest du bei Bergfex

Ins Museum

Auch wenn man das Gesäuse in seiner ganzen Schönheit und Pracht bei Aktivitäten draußen kennenlernen sollte, so kommt doch auch im Sommerurlaub irgendwann mal der Tag, an dem es regnet. Und dann darf man sich freuen, denn Regentag ist Museumstag! Zum Glück gibt es ein paar sehr spannende Museen im Gesäuse, die absolut sehenswert sind.

Stift Admont

Natürlich ist das Stift Admont mit der weltgrößten Klosterbibliothek ein sehr beliebtes Ausflugsziel im Gesäuse. Immerhin ist es weit über die Grenzen hinaus bekannt. Dabei muss man sich aber nicht auf die Führung in der Bibliothek allein freuen, sondern auch auf die Ausstellungen in den anderen Flügeln des Stifts. So kann man beim Schlendern durch die naturhistorische Abteilung oder jene mit alten Kirchenrelikten gut und gerne einen halben Tag rüber bringen.

Stift Admont Bibliothek
Weltberühmt in der Steiermark – die Stiftsbibliothek in Admont
Stift Admont
Die Kirche des Stifts – auch dort sollte man einen Blick hineinwerfen
Infos zum Stift Admont

Öffnungszeiten: im Sommer täglich 10 – 17 Uhr, Bibliotheksführungen um 10:30 und 14:00 Uhr

Eintritt: Erwachsene 12,50€ | Kinder ab 6 J. 7,50€ | Freier Eintritt mit der Steiermark-Card

Forstmuseum Silvanum in Großreifling

Wie spannend kann ein Forstmuseum schon sein? Sehr, sag ich dir! Jenes in Großreifling ist das erste seiner Art in Österreich und bestimmt auch das größte, denn die Museumsausstellung erstreckt sich über vier Stockwerke. Das Gebäude an sich – ein ehemaliger Getreidespeicher – ist per se schon spannend anzusehen. Drinnen erfährt man dann alles über das Zusammenspiel von Mensch und Wald und über die Forstwirtschaft, die jahrhundertelang der wichtigste Wirtschaftszweig der Region war.

Forstmuseum Silvanum Großreifling
Den ehemaligen Speicher, in dem sich heute das Museum befindet, sieht man schon von weitem
Museum im Gesäuse
Schon mal ein Floß gebaut?
Infos zum Forstmuseum Silvanum

Öffnungszeiten: Mai – Oktober von Mi-So 10:00 bis 12:00 und 13:00 bis 17:00 Uhr

Eintritt: Erwachsene 6€ / Freier Eintritt mit der Steiermark-Card

Museum HochQuellenWasser in Wildalpen

Vielleicht fragst du dich jetzt, was das nun wieder für ein Museum sein soll? Nun, das gute Wiener Trinkwasser kommt unter anderem von hier. 1900 wurde die zweite Wiener Hochquellwasserleitung gebaut, die – in renovierter Form – heute noch genauso besteht und die österreichische Hauptstadt mit bestem Alpenwasser versorgt. Im Museum lernt man Interessantes über diese Leitung, über ihren Bau und die Quelle. Ebenso beschäftigt man sich hier mit Wasser als kostbarem Gut im Allgemeinen sowie Wasserkraft.

Museum Hochquellwasser in Wildalpen
Das Museum zur 2. Wiener Hochquellwasserleitung
Museum Wildalpen Hochquellwasser
Interessante Fakten warten im Museum in Wildalpen auf dich
Infos zum Museum HochQuellWasser

Öffnungszeiten: Von Mai bis Oktober Mo – Fr 10 – 12 und 13 – 15 Uhr, So & Feiertag 10 – 12 Uhr

Eintritt: Erwachsene 5 € | Kinder ab 6 J. 2 €

Köhlerzentrum Hieflau

Wie wird aus Holz Kohle gemacht? Wie lebten die Köhler einst? Und welche Rolle spielt ein Fluss dabei? Im Köhlerzentrum Hieflau werden diese Fragen beantwortet. Das kleine Museum ist schon etwas in die Jahre gekommen und nicht so interaktiv wie die zuvor genannten, es ist aber dennoch sehenswert. Vor allem der historische und örtliche Kontext ist spannend, denn genau an dieser Stelle wurde viele Jahrzehnte lang geköhlert, fest umschlossen von den Schlingen der Enns. Wenn man genau schaut, sieht man heute noch die Reste des einstigen Rechens, mit dessen Hilfe die Holzstämme abgefangen wurde.

Köhlerzentrum Hieflau
Wie lebten und arbeiteten die Köhler damals? Das erfährt man hier
Rechen in Hieflau
Vom einstigen Holzrechen in Hieflau ist nicht mehr viel übrig
Infos zum Köhlerzentrum Hieflau

Öffnungszeiten: Von Mai bis Oktober täglich von 10 – 12 und 15 – 17 Uhr

Eintritt: Erwachsene 4 € | Kinder 1,50 €

Ausstellung im Nationalparkpavillon Gstatterboden

Auch das Zentrum des Nationalparks Gesäuse, der Pavillon am Gstatterboden, bietet ein kleines Museumserlebnis. Im oberen Stockwerk gibt es einiges über den Nationalpark zu erfahren – wunderbar aufbereitet, wie ich finde. Die Ausstellung „Die Planspitze – Berg der Gegensätze“ lehrt sowohl über die Menschen als auch die Tiere in dieser Region und zeigt herrliche Bergbilder.

Nationalpark Pavillon Gstatterboden im Gesäuse
Der Pavillon bietet Speis und Trank, Information sowie eine kleine Ausstellung
Infos zum Nationalparkpavillon

Öffnungszeiten: von Mai bis Oktober täglich außer Montag von 10 – 18 Uhr

Eintritt: frei

Baden

Im Sommer will man natürlich auch baden, ganz klar! Besonders wenn die Sonne lacht, wird es auch in den Bergen ganz schön heiß. Jetzt kann man zur Abkühlung natürlich entweder eine Raftingtour machen oder man sucht sich ein Freibad, in dem man sich erfrischen kann. Folgende gibt es im Gesäuse:

Östlich und nördlich des Nationalparks:

  • Freizeitpark Landl
  • Parkbad Gams
  • Wasserpark St. Gallen
  • Freibad Altenmarkt
  • Waldbad Hinterwildalpen
  • Freibad Hieflau

Westlich des Nationalparks:

  • Naturbad Admont
  • Erlebnisfreibad Hall
  • Naturbad Frauenberg
  • Freibad Weng

Aber auch an der Salza gibt es ein paar ausgewiesene Badeplätze. Der Fluss ist an einigen Stellen ruhig genug, um gefahrlos schwimmen zu können. Allerdings muss dir klar sein: Flussbaden ist eine kühle Angelegenheit! Wärmer als 12 Grad wird das Wasser der Salza eigentlich nie. Aber dafür ist die Hitze im Körper danach wirklich passé 😉 .

Salza Flussbad - Baden im Gesäuse
Der Salzastrand beim Campingplatz B47 – baden mitten in der Natur

Auch an der Enns gibt es einige wenige ausgewiesene Badeplätze, wie etwa beim Campingplatz Forstgarten oder bei der Johnbachbrücke.

Wichtig: Das Baden ist sowohl in der Salza als auch in der Enns nur an den beschilderten Plätzen erlaubt! Alles andere stört die Natur bzw. wäre zu gefährlich.

Enns im Gesäuse
Zumeist ist die Enns ein reißender Fluss

Aktivitäten im Gesäuse
Im Gesäuse gibt es unheimlich viel zu entdecken – und zu fotografieren!

Genießen im Gesäuse

Essen und Trinken hält Körper und Geist zusammen – oder so 😉 . Jedenfalls wäre es eine Schande, ins Gesäuse zu kommen und nichts von seinen Schmankerln mitzukriegen. Ich will dir ein paar Adressen nennen, an denen du bestens für dein leibliches Wohl sorgen kannst.

Hoamat

Ehrliche Hausmannskost, von der man weiß, woher sie kommt. Den Wirtsleuten ist Regionalität unheimlich wichtig, daher gibt’s hier volle Transparenz und köstliches von Dahoam. Ein kleiner Bauernladen ist auch noch angeschlossen.

Hoamat - Essen im Gesäuse
Steirische Gnocchi – eine Köstlichkeit in der Hoamat
Infos zur Hoamat

Adresse: Großreifling 41, 8931 Landl

Öffnungszeiten: 10:00 bis 21:00 Uhr, Mi + Do Ruhetag

Telefonnummer: +43 3633 21060

Schloss Kassegg

Gehoben, aber trotzdem gemütlich speist man im Schloss Kassegg. Man muss nicht im Schlosshotel Gast sein, um hier einzukehren – Tisch reservieren reicht. Mehrmals im Monat gibt es Spezialmenüs, wie etwa die steirischen Schmankerltage.

Schloss Kassegg im Gesäuse
Herrschaftlich Speisen im Schloss Kassegg
Infos zum Schloss Kassegg

Adresse: Hocherb 18, 8933 St. Gallen

Öffnungszeiten: Nicht-Hotelgäste sollten immer anrufen und reservieren! Jeden Freitag im Juli und August Steirischer Abend

Telefonnummer: +43 3632 20473

Landhotel Mooswirt

Lust auf frischen Fisch? Den gibt es hier aus dem hauseigenen Teich. Und das, obwohl er nicht zwangsläufig auf der Tageskarte steht! Also am besten einfach danach fragen, so haben wir es auch gemacht. Es gibt natürlich auch noch weitere Hausmannskost zur Auswahl.

Infos zum Landhotel Mooswirt

Adresse:  Mooslandl 41, 8921 Landl

Öffnungszeiten: ganzjährig geöffnet, Montag Ruhetag

Telefonnummer: +43 3633 2592

Wasserlochschenke

Zu Beginn der Wasserlochklamm befindet sich die kleine Wasserlochschenke, die für ihre Ofenkartoffeln berühmt ist. Ob schlicht mit Zwiebeln und Sauerrahm oder üppig mit gegrilltem Gemüse und Faschiertem – hier kommen Erdäpfelfreunde auf ihre Kosten.

Infos zur Wasserlochschenke

Adresse: Palfau 42, 8923 Landl

Öffnungszeiten: täglich ab 9:00 Uhr | im Mai, Juni, September und Oktober Dienstag Ruhetag

Telefonnummer: +43 3638 322

Mostkellerei Veitlbauer

Wenn du Äpfel und alle Produkte, die man daraus produzieren kann, liebst, solltest du in St. Gallen einen Stopp einlegen – und zwar beim Veitlbauer. Der nördlichste Apfelbauer der Steiermark verarbeitet die süßen Früchte hier zu Säften, Most und Essig. Glaub mir, du wirst nicht ohne ein paar Fläschchen nach Hause fahren! Freitag Nachmittags gibt es im Sommer auch Hofführungen.

Mostkellerei Veitlbauer in St. Gallen
Nirgends sonst haben Apfelbäume so eine Aussicht
Edler Apfelmost aus der Steiermark
Most in seiner absoluten Vollkommenheit
Infos zur Mostkellerei Veitlbauer

Adresse: Bichl 3, 8932 St. Gallen

Öffnungszeiten: Di – Fr 15:00 bis 18:00 Uhr, Samstag 10:00 bis 17:00 Uhr

Telefonnummer: +43 664 3508832

Kräuterbergbauer

Ganz versteckt außerhalb von Landl gibt es den Kräuterbergbauernhof von Sandra und Gerhard Stangl. Hier finden nicht nur interessante Kräuterführungen statt, sondern man kann auch bei Salz, Sirup und Tee aus dem Vollen schöpfen. Die Produkte kann man bei diversen Händlern (auch beim Spar) in der Region kaufen.

Kräuterspirale beim Kräuterbergbauern
Die 100 Meter lange Kräuterspirale beim Kräuterbergbauern
Infos zum Kräuterbergbauer

Adresse: Lainbach 25, 8931 Landl

Öffnungszeiten: nach Vereinbarung

Telefonnummer: +43 664 73839445

Steirerkasbrot
Auf den Hütten der Region gibt es auch so manche Köstlichkeit, wie etwa den Ennstaler Steirerkas am Brot

Sehenswerte besondere Orte im Gesäuse

Das war jetzt schon ganz schön viel Info für ein paar Tage Urlaub im Sommer im Gesäuse. Trotzdem bin ich noch gar nicht fertig, denn es gibt ja immer noch so viel zu sehen! Man kann mal hier, mal da stehen bleiben, während man durch die Region fährt und so manchen spannenden Ort entdecken.

Bergsteigerfriedhof

Einer meiner Lieblingsorte im Gesäuse ist der Bergsteigerfriedhof in Johnsbach. Hier liegen nicht nur die Bewohner:innen des Ortes begraben, sondern auch viele Bergsteiger, die in den umliegenden Bergen den Tod gefunden haben. Damals war es nämlich nicht so einfach, einen Leichnam etwa nach Wien zu überstellen, daher wurden sie direkt vor Ort beerdigt. Der Friedhof ist auch allgemein Gedenkstätte für verstorbene Bergkameraden und -innen, was die angebrachten Tafeln an den Mauern zeigen.

Bergsteigerfriedhof Johnsbach
Schöner und idyllischer kann ein Friedhof nicht liegen
Tafeln am Bergsteigerfriedhof
Viele sind hier begraben, an viele Bergleute erinnern aber auch bloß Tafeln

Soldatenfriedhof

Noch einen besonderen Friedhof muss ich erwähnen: den Soldatenfriedhof in Wandau bei Hieflau. Hier ist Gänsehautfeeling garantiert, denn die Geschichte, die sich hier zugetragen hat, ist so furchtbar und tragisch. In den letzten Kriegstagen des zweiten Weltkriegs waren Soldaten am Weg, um ihre Truppen wiederzufinden und den Heimweg anzutreten. Sie wurden von der deutschen Wehrmacht aufgehalten, und weil sie sich nicht ausweisen konnten, hier an Ort und Stelle zum Tode verurteilt und erschossen. Ein Denkmal erinnert heute an das schreckliche Ereignis.

Soldatenfriedhof Hieflau
Ein bedrückender Ort, wenn man die Geschichte kennt: der Soldatenfriedhof

Burg Gallenstein

Die Burg Gallenstein ist eine teilweise erhaltene Burg auf einem Hügel in St. Gallen. Man kann mit dem Auto bis zu einem Parkplatz etwas unterhalb zufahren und erreicht die Burg dann nach einem etwa 15minütigen Fußmarsch. Von oben bietet sich ein herrlicher Blick über St. Gallen bis hin zu den Gesäusebergen.

Burg Gallenstein
Die Burg Gallenstein thront auf einem Hügel im Dorf
Blick auf St. Gallen
Von der Burg aus bieten sich herrliche Ausblicke, etwa auf den Ort St. Gallen

Erlebniszentrum Weidendom

Der Weidendom an der Nationalparkstraße bei der Abzweigung nach Johnsbach ist eines der Herzstücke des Nationalparks. Hier kann man in einem Labyrinth sein Wissen über den ökologischen Fußabdruck testen, in kleinen Hüttchen aus Weiden sitzen oder die Lettmaier Au bewundern.

Weidendom im Nationalpark Gesäuse
Von den vielen Pavillons aus Weiden hat der Weidendom seinen Namen

Geo-Dorf Gams mit Kraushöhle

Für Fans von Steinen und Geologie ist das Geo-Dorf Gams sicher ein guter Tipp. Besonders wenn man mit einem erfahrenen Guide unterwegs ist, entdeckt man überall die Spuren längst vergangener Zeiten und Tiere. Besonders beeindruckend ist dabei die Kraushöhle, welche eine der schönsten Gipshöhlen Europas sein soll. Ich war zwar sonst in noch keiner Gipshöhle, als dass ich vergleichen könnte, aber ja – die Kraushöhle ist absolut sehenswert!

Die GeoWerkstatt und der Eingang zur Nothklamm im GeoDorf Gams
Die GeoWerkstatt und der Eingang zur Nothklamm im GeoDorf Gams

Wasserlochklamm

Eine der schönsten Klammen überhaupt ist für mich die Wasserlochklamm. Über unzählige Stufen und Leitern steigt man hoch bis zum Wasserloch und passiert dabei fünf große Wasserfälle. Die Hängebrücke zu Beginn erlaubt einen sensationellen Blick auf die Salza. Eine genaue Beschreibung der Wasserlochklamm findest du in meinem Artikel zu den Klammen in der Steiermark.

Beeindruckende Wasserfälle in der Wasserlochklamm
Beeindruckende Wasserfälle in der Wasserlochklamm

Übernachten und weitere Tipps

Nun musst du eigentlich nur mehr überlegen, wo du dein Lager für den Sommerurlaub im Gesäuse aufschlägst. Soll es eine nette Pension, eine Hütte, ein Hotel oder ein Campingplatz sein? Und in welchem der vielen Orte in der Region?

Ich persönlich kann dir erzählen, wo ich bisher genächtigt habe. Einmal war das der Gasthof Stiegenwirt* in Palfau. Dieser liegt nicht weit von der Wasserlochklamm entfernt und bietet sich für Ausflüge in den Steirischen Eisenwurzen an. Hier können auch Räder ausgeliehen werden.

Ein anderes Mal haben wir den Campingplatz Geocamping B47 in Landl gewählt. Das war für die sonnigen Urlaubstage absolut perfekt, da er sich direkt an der Salza mit eigenem Strand zum Flussbaden befindet. Auch Verleih von SUP´s und Kajaks ist möglich.

Campen im Gesäuse
Unser bescheidenes Zuhause für eine Woche

Hier findest du eine große Auswahl an Unterkünften* jeglicher Kategorie: von Pension bis Schloss:



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Solltest du mal ohne Auto unterwegs sein wollen oder einen anderen Endpunkt als den Startpunkt einer Wanderung haben, ruf dir einfach das Gesäuse Sammeltaxi unter der Nummer +43 3613 21000 99 (von Mai bis Oktober täglich von 08:00 bis 20:00 Uhr).

Ganz viele Infos und Unterlagen zum Gesäuse gibt es im Nationalparkpavillon Gstatterboden, in vielen Gasthäusern und Hotels selber sowie auf der offiziellen Homepage vom Gesäuse.

Wenn im Sommer die Natur ruft – ab ins Gesäuse

Hast du nun Lust bekommen, das Gesäuse im Sommer zu bereisen? Wenn ja, dann lass mich dich vorwarnen: man verliebt sich hier sehr schnell in die Gegend! Ich selbst muss immer wieder kommen, manchmal auch nur für einen Tagesausflug. Aber wenn man sich einmal mit der felsig-feuchten Wildnis hier angefreundet hat, gibt es keinen schöneren Flecken Erde in Österreich.

Ich hoffe, du hast nun die wichtigsten Informationen, die du für deinen Sommerurlaub im Gesäuse brauchst. Wenn nicht: scheu dich nicht, zu fragen!

Das Gesäuse im Sommer - ein Stück Paradies

Weiterlesen

Willst du noch mehr über das Gesäuse und die Steiermark lesen? Dann schau dir auch meine anderen Artikel an:

Weitere Gesäuse-Beiträge von Bloggerkolleg:innen

  • Elena von Creativelena zeigt ihre schönsten Fotos aus dem wilden Gesäuse
  • Wolfgang von Reiseblitz war ebenfalls hier unterwegs und berichtet vom Weidendom, dem Stift Admont und der Mödlingerhütte
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3 thoughts on “Gesäuse im Sommer – Urlaub zwischen Wasser und Fels”

  • Aufs Gesäuse bin ich schon mehrfach in der Landkarte gestoßen. Jetzt weiß ich endlich mal was ich mir darunter vorstellen kann. Und das klingt ja ganz vielversprechend. Flussbaden ist ja eigentlich ganue unser Ding. Daran haben wir auf Korsika unseren Narren gefressen. Aber ob mir das bei 12 Grad auch noch Spaß machen würde, wage ich zu bezweifeln. 😉

    Danke fürs Mitnehmen, für die vielen schönen Fotos und tollen Tipps!

    Liebe Grüße
    Angela

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