Goethes italienische Reise nachgereist – Etappe 4: Von Rom nach Neapel

Goethes italienische Reise nachgereist – Etappe 4: Von Rom nach Neapel
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Goethes Italienische Reise nachgereist – Etappe 4: Von Rom nach Neapel

Für die vierte Etappe meiner „Auch ich in Italien“ – Tour reiste ich von Rom nach Neapel. Im Gegensatz zu der dritten, sehr langen Etappe von Venedig nach Rom war diese Strecke wesentlich kürzer und unaufgeregter. Allerdings ist Neapel an sich Aufregung genug, denn die Stadt am tyrrhenischen Meer beherbergt all das, was man mit „Typisch Italien“ verbindet.

In diesem Artikel erzähle ich dir, was sich in diesen sechs Tagen alles so ergeben hat, wo ich gewesen bin und warum ich wohl richtig fett werden würde, wenn ich länger in Neapel geblieben wäre 😉 .

Auf den Spuren von Goethe von Rom nach Neapel

Nicht nur ich, auch Goethe kam auf dieser Strecke recht flott voran. Er machte nur wenige kurze Zwischenstopps – größtenteils entlang der Via Appia – und erreichte bereits nach 3 Tagen das laute und hektische Neapel. Auch für mich war diese Strecke nach einem schweren Abschied von Rom nur durch zwei Zwischenstopps unterbrochen, die ich zwischen den beiden großen italienischen Städten einlegte.

Abschied aus Rom

Nachdem sich in unserem Hostel in Rom so eine herzliche Gruppe zusammengefunden hatte, fiel der Abschied voneinander sehr schwer. Wir beschlossen, den Vormittag und die Mittagszeit noch zu nutzen, und gingen gemeinsam Frühstücken. Doch schlussendlich mussten wir uns am Bahnhof voneinander verabschieden. Es war tatsächlich das erste Mal auf dieser langen Reise, dass ich weinen musste.

Hostelfreunde in Rom
Ach, was hatten wir Spaß – der Abschied war dementsprechend emotional

Als ich anschließend in den Zug nach Fondi einstieg, wusste ich bereits, dass es entgegen allen bisherigen Zugfahrten eher ungemütlich werden würde. Immerhin war der Zug gerammelt voll, und so kam ich zu der Ehre, über eine ganze Stunde eng aneinandergedrängt stehen zu müssen.

Fondi

Ich kam also etwas gerädert in Fondi an, und legte den doch weiten Weg vom Bahnhof ins Stadtzentrum auch noch zu Fuß zurück. Ich hatte dann nicht mehr wirklich Lust, diesem durchaus hübschen Städtchen direkt an der Via Appia viel Aufmerksamkeit zu widmen. Ein kurzer Spaziergang durch das Zentrum, eine Pizza, und dann war ich auch schon wieder im Zimmer und schlief tief und fest.

Castello in Fondi
Das Castello in Fondi dominiert das Erscheinungsbild der Stadt

Am nächsten Morgen habe ich noch gemütlich gefrühstückt und mich (mal wieder auf italienisch – es wird!) mit meinem Unterkunftsgeber über Politik und Menschen unterhalten. Er war dann auch so nett, mich mit dem Auto zum Bahnhof zu bringen, sodass ich nicht wieder so weit gehen musste.

Caserta

Die Reise ging dann weiter nach Caserta. Hierbei kam ich etwas von der Route Goethes ab, denn er besuchte Caserta von Neapel aus. Ich beschloss, es einfach schon vorher zu besuchen, da ich die Tage in Neapel anderweitig nutzen wollte und es eigentlich ganz günstig auf dem Weg dahin lag.

Caserta ist eine eher kleine Stadt, aber für etwas ganz Großes berühmt. Nämlich für die „Reggia di Caserta“, ein dem Schloss Versailles und der La Granja nachempfundener Palast. Er liegt hier inmitten riesiger Grünflächen und beeindruckender Wasserspiele. Alleine um das Schloss innen zu besichtigen, legt man schon ein paar Kilometer zurück – aber der Besuch zahlt sich aus. Prächtige Räume, dekadente Prunksäle und unzählige Kunstwerke kann man hier bestaunen.

Großes Schloss Reggia di Caserta
Die „Reggia di Caserta“ ist wirklich groß
Innenräume Schloss in Caserta
Die Innenräume des Schlosses sind sehr prunkvoll und interessant

Karl VII. ließ es als Königssitz 1751 bauen, es dauerte aber viele Jahre, bis das Schloss tatsächlich fertig war. Selbst als Goethe es 1787 besuchte, um dem Haus- und Hofmaler Hackert beim Arbeiten zuzusehen und von ihm zu lernen, war der Palast noch nicht vollendet.

Der Schlossgarten ist ebenso beeindruckend wie der Palast selbst. Von den Kaskaden kommend, fließt das Wasser über sechs Brunnen hinab. Diese Brunnen haben alle ein anderes Aussehen und beeinhalten unterschiedliche Allegorien. Obwohl man wirklich viel gehen muss, um hinauf und wieder hinunter zu kommen (ok, man könnte auch den Bus hinauf nehmen um 2,50€), so lohnt sich die Besichtigung definitiv. Ich musste mich von jedem Brunnen losreißen, weil mich die Skulpturen und die Details so fasziniert haben.

Schlosspark Reggio di Caserta
Ein Schlosspark, der seinesgleichen sucht
Wasserspiele im Schloss von Caserta
Zuerst der Wasserfall, dass die sechs Brunnen – die Wasserspiele sind schön anzusehen

Für den angrenzenden Englischen Garten fehlte mir dann schon die Energie, und ich machte mich auf den Weg zurück in mein B&B, wo ich nur mehr eines wollte: die Füße hochlegen!

Neapel

Am nächsten Morgen brach ich meine Zelte in Caserta schon recht früh ab und fuhr mit dem Zug nach Neapel, um mich nochmal mit meiner argentinischen Hostelfreundin aus Rom zu treffen. Warum? Weil unser Unbewusstes sicher ein Wiedersehen provozieren wollte. Ihr Personalausweis befand sich nämlich vom Fortgehen immer noch in meiner Handtasche.

Da sie sowieso zum Flughafen musste, und ich ohnehin nach Neapel, trafen wir uns noch am Bahnhof auf einen Kaffee. Ich bekam ihren südamerikanischen Schal als Geschenk überreicht, worüber ich mich auch jetzt noch unglaublich freue. Nach ihrer Abreise musste ich nicht allzu lange warten, um dann endlich wieder jemanden in die Arme schließen zu können 🙂 !

Lang erwarteter Besuch

Gegen Mittag nämlich landete Pezi – eine meiner besten Freundinnen und bereits perfekte Reisebegleitung an der Algarve – mit dem Flugzeug aus Wien in Neapel und wir verbrachten drei wunderschöne Tage gemeinsam. Generell war es für mich wie Urlaub von der Reise – ich vergas zwischendurch sogar, warum ich eigentlich unterwegs bin und genoss einfach die Zeit an der Seite einer meiner liebsten Mitmenschen.

Freundinnen in Neapel
Endlich mal wieder mit einem meiner Lieblingsmenschen eine Stadt erkunden 🙂

Ohne großartige Pläne und Vorhaben erlebten und sahen wir faszinierende Plätze in und rund um Neapel. Am ersten Tag versuchten wir hauptsächlich, in den lauten und chaotischen Gassen nicht von Motorrollern und Autos überfahren zu werden und kosteten natürlich bereits eine richtige neapolitanische Pizza. Wir begaben uns auch mit der Bergbahn auch hoch hinauf auf den Vomero, um von dort einen sensationellen Blick auf Neapel und den Vesuv zu erleben.

Originale Pizza Neapolitana
Das musste sein – und nicht nur einmal!
Vom Vomero auf hat man einen tollen Blick über die Stadt und auf den Vesuv
Vom Vomero auf hat man einen tollen Blick über die Stadt und auf den Vesuv

Wir bestaunten den Mikrokosmos der neapolitanischen Gassen, in denen von einem Balkon zum anderen oder auf die Straße geschrien wird, irre viel Wäsche heraußen hängt, und der Einkauf oder die Essensbestellung mit einem Eimer und einem Seil hinauftransportiert wird. Wir mussten darüber so sehr lachen, da wir uns damals in der Kindheit, als uns im selben Wohnhaus nur zwei Stockwerke voneinander trennten, genau auf diese Weise Briefe hin und her schickten 😀 .

Gassen von Neapel
Einfach einzigartig – die Gassen von Neapel
Gassen von Neapel
In Neapel herrscht ein liebevolles Chaos

Spontaner Ausflug an die Amalfiküste

Am nächsten Tag beschlossen wir, einfach mal mit dem Zug raus zu fahren und entschieden uns für Salerno, weil Goethe auch dort war. Nun, Salerno ist jetzt aber nicht unbedingt der Knaller, weshalb wir nach kurzer Zeit entschieden, mit einem Transportboot an der Amalfiküste entlang nach Positano zu schippern. Das gefiel uns beiden Hobbymatrosinnen natürlich sehr, und bereits nach wenigen Minuten waren wir froh über diese Entscheidung.

Höhle mit Boot an der Amalfiküste
Hin und wieder erblickt man eine Höhle
Amalfi vom Boot / Amalfiküste
Auch Amalfi lässt sich sehr gut erkennen vom Boot aus

Der Blick auf die Amalfiküste ist vom Boot aus natürlich ganz toll, und wir staunten über die Höhlen und die lieblichen Dörfer, die sich vor uns präsentierten. In letzen dieser Dörfer – in Positano – gingen wir dann von Bord und flanierten ein wenig durch die Stadt. Gefallen hat es uns wohl sehr gut, denn es macht alles einen sehr gepflegten und dekorierten Eindruck. Teilweise schon so sehr, dass wir das Gefühl hatten, das ist ein Dorf wie für Touristen gemacht. Aber die Aussicht auf das Meer kann sich natürlich niemand ausdenken, die ist authentisch sensationell.

Positano an der Amalfiküste
Perfekt an den Berg geschmiegt liegt das Dörfchen Positano
Schöne Kirchenkuppel in Positano an der Amalfiküste
Positano wirkt von allen Seiten malerisch

In einer spannenden und kurvenreichen Busfahrt, in der sich Pezi eine gute halbe Stunde die Reise-Leidens-Lebens-Erfahrungsgeschichte einer älteren deutschen Dame anhören durfte, erhaschten wir noch viele tolle Ausblicke auf beide Seiten der schmalen Halbinsel, und kamen schließlich in Sorrento an. Dort gab es für uns ein wenig Schaufensterbummel, ein richtig leckeres Abendessen (mal wieder!) und Konversation mit dem Chef in vier Sprachen 😀 .

Die dunklen Seiten von Neapel

Den letzen gemeinsamen Tag nutzten wir, um uns den Untergrund – die Sotterranea – von Neapel anzusehen. Wir hatten Glück, denn an diesem Tag gab es auch Führungen in deutscher Sprache, sodass wir als eine recht kleine Gruppe die Unterwelt bestiegen und dabei unglaublich viel Interessantes über das ehemalige Aquädukt der Stadt erfuhren. Nachdem der Untergrund nicht mehr für die Wasserversorgung verwendet wurde, war er Müllhalde, dann Schutzbunker, später Unterschlupf und jetzt Touristenattraktion.

Eingang Sotterranea in Neapel
Der Eingang der Sotterranea
Raum im Untergrund von Neapel
Hier verbergen sich so viele interessante Informationen

Im Anschluss an den Untergrund wurden uns noch die Reste eines griechisch-römischen Theaters gezeigt, die lange nicht als solche erkannt wurden. Dabei erhielten wir auch den tollen Hinweis, dass es in Neapel auch einen ehemaligen Pestfriedhof gibt.

Mauern vom griechisch-römischen Theater in Neapel
Teile dieser Mauern gehörten zum griechisch-römischen Theater

Also begaben wir uns dorthin, auf den Cimitero delle Fontanelle, einen ehemaligen Steinbruch, der in der Zeit der großen Pest als Ort zum Sammeln der Toten genutzt wurde. Schließlich waren alle Friedhöfe der Stadt schon heillos überfüllt, da der „Schwarze Tod“ ein drittel der gesamten Bevölkerung dahin raffte. Heute liegen die Schädel und Oberschenkelknochen ordentlich sortiert beisammen, und es wird ein regelrechter Totenkult betrieben. Immer wieder finden sich Opfertassen, in welche die Leute alles mögliche hineinlegen, und die Schädel in Glasvitrinen mit Blumen, Rosenkränzen und ähnlichem schmücken.

Cimitero della Fontanelle in Neapel war früher ein Pestfriedhof
Der Eingang des ehemaligen Pestfriedhofs
Opfergaben am Cimitero della Fontanelle
Am Cimitero delle Fontanelle wird ein starker Totenkult mit Opfergaben betrieben

Seele baumeln lassen am Lungomare

Danach war genug mit Untergrund und Tod (wobei uns das beide sehr fasziniert 😉 ), und wir fuhren ans Meer. Am Lungomare, rechts vom Castel dell’Ovo, befindet sich ein langer Steinpier, auf dem man es sich mit einem Bierchen gut und gerne gemütlich machen kann. So saßen wir also eine zeitlang und quatschten im Angesicht des Meeres.

Danach lockte es uns noch direkt zum Castel dell’Ovo, und ich konnte meiner Schwäche für kleine Bootshäfen verfallen. Man hat von dort nicht nur den Blick auf die vielen tollen und schönen Boote, sondern sieht sie auch noch im Vordergrund des Vesuvs, der sich schlafend dahinter verbirgt.

Am Hafen von Neapel mit Booten und Vesuv
Am kleinen Hafen ist es besonders schön – und der Vesuv ist auch gut zu sehen

Der letzte Tag in Neapel

Leider musste mich Pezi am Montag schon früh verlassen, da ihr Flugzeug nicht auf sie gewartet hätte, wenn sie noch mit mir durch Neapel gezogen wäre. Somit war ich nun wieder allein unterwegs und beschloss, mir endlich mal wieder ein Museum anzusehen – meine Anti-Museums-Lust ist auf dieser Reise ganz schön hartnäckig, aber diesmal passte es für mich.

Wie ich auf der ersten Etappe von meinem AirB&B – Gastgeber in Bozen erfahren habe, gibt es in Neapel ein kleines Museum, in welchem alte Bankakten aufbewahrt werden. Das „ilCartastorie – museo dell’Archivio Storico del Banco di Napoli“ war gleich bei meiner Unterkunft um die Ecke, und da ich kleine, unbekannte Museen eigentlich gern mag, schaute ich es mir an.

Il Cartastorie - ein Bankmuseum der Banca di Napoli
Im „ilCartastorie“ gibt es alte Bankbücher und ein paar Geschichten dahinter

Tatsächlich werden dort viele alte Bankbücher und Schriften gelagert, und mittels Beamer und Lautsprecher werden einem Geschichten hinter den Geldbeträgen erzählt. Man erfährt zum Abschluss auch etwas über die Gründund und die Stiftung des Museums, und geht mit einem Eindruck vom damaligen Alltagsleben der Neapolitaner wieder hinaus.

Il Cartastorie - ein Bankmuseum der Banca di Napoli mit alten Büchern und Akten
Hier stapeln sich die alten Bankbücher

Danach schlenderte ich nur mehr durch die Gassen, fröhnte den kulinarischen Freuden Neapels, wagte Blicke in die ein oder andere Kirche und ließ das lustige Treiben in den Straßen nochmal auf mich wirken.

Strada Matematika / Straße der Mathematik in Neapel
Ein Platz für Zahlenfreaks – die Strada Matematica
Kirche San Domenico Maggiore in Neapel
Neapel ist voll mit Kirchen – und oft sind auch ganz schöne dabei, wie hier die Chiesa San Domenico Maggiore
In den Gassen des Quartiere Spagnolo in Neapel
In den Gassen des Quartiere Spagnolo

Am späten Nachmittag schließlich begab ich mich zum Hafen, um auf der Fähre in Richtung Palermo einzuschiffen. Somit war die vierte Etappe beendet und Sizilien erwartete mich schon!

Fähre und Costa Fascinosa im Hafen von Neapel
Die Fähre ist bei weitem nicht so schön wie die Costa Fascinosa daneben, aber sie brachte mich schnell nach Palermo

Fazit

Die vierte Etappe meiner „Auch ich in Italien“ – Reise dauerte zwar nur sechs Tage und bestand hauptsächlich aus dem Besuch von Orten in und um Neapel, dennoch hatte sie für mich ganz große Bedeutung.

Ich sehnte den Besuch meiner lieben Freundin nämlich wirklich schon sehr herbei. Nicht, weil ich mich alleine fühlte (ich hatte ja viele nette Menschen kennen gelernt und mich gut unterhalten), sondern weil ich mal wieder jemand Vertrauten aus der Heimat zu Gesicht bekam. Da sich stellenweise schon etwas Heimweh bemerkbar machte, war es also gut und wichtig, eine Person bei mir zu haben, die für mich Heimat bedeutet und mit der mich eine tiefe Beziehung verbindet.

Daher verlor ich in den Tagen mit Pezi ein wenig den Fokus meiner Reise aus den Augen. Es gab sogar Momente, wo es sich total fremd anfühlte, auf dieser Goethe-Tour durch Italien zu sein. Die gemeinsamen Stunden hatten vielmehr die Qualität eines gemeinsamen Städtetrips, den man für ausgiebige private Gespräche und tolle Aktivitäten nützt. Und ich finde es gut, dass es so war – denn die letzten Wochen waren so intensiv und auch anstrengend, dass mir ein wenig Abstand vom Thema gut tat.

Caserta hat mich beeindruckt, die Amalfiküste hab ich bewundert, und Neapel hat mich einfach nur begeistert. Dieses geordnete Chaos, dieses pure Lebensgefühl, dieses himmlich gute Essen und diese eigenartige unhöfliche Freundlichkeit der Menschen hier gepaart mit so vielen dunklen Seiten der Stadt ist für mich einfach etwas, dass es in dieser Art nur in Neapel gibt und die Stadt dadurch so sehr von anderen italienischen Städten unterscheidet.

Vor allem das Essen hat es mir angetan: ich hatte das Gefühl, mich durch alle Köstlichkeiten, die ja noch dazu so wenig kosten, durchschlemmen zu müssen, und hab in den vier Tagen sicher 15.000 Kalorien zu mir genommen 😉 . Zum Glück bin ich nicht länger dort, ich würde wohl oder übel dick werden müssen!

Süßes aus Neapel
So viele Leckereien, die es in Neapel gibt

Um doch wieder den Bogen zum eigentlichen Zweck der Reise zurück zu schlagen, möchte ich mir den Worten von Goethe zu Neapel schließen: „Neapel selbst kündigt sich froh, frei und lebhaft an, unzählige Menschen rennen durcheinander. […] Der Ort inspiriert Nachlässigkeit und gemächlich Leben, indessen wird mir das Bild der Stadt nach und nach runder.“

Herzen und Sprüche zur Liebe in Neapel


Psychologische Effekte der Reise

Dabei konnte ich mich verlieren: Der Verkehr in Neapel hat mich manchmal schon sehr gereizt. Obwohl ich es meistens lustig fand, mich durchzukämpfen, sind mir die motorisierten Verkehrsteilnehmer im historischen Zentrum ziemlich auf den Keks gegangen.

Da hab ich mich selbst gefunden: Gemeinsam mit Pezi am Meer sitzen, gemeinsam mit ihr Pizza futtern, gemeinsam über das Wasser düsen – es hat mir so gut getan, dass sie da war!

Besonders intensiver Eindruck: Die Lautstärke in den Gassen von Neapel – das ist schon eine Sensation. Und das bis in die Nacht hinein. Während bei uns um 10 alles leise sein muss, explodiert Neapel förmlich vor Geräuschen.

Lernerfahrung für mich: Ich wusste es ja vorher schon, jetzt hab ich den Vergleich unmittelbar gefühlt: ich reise einfach lieber zu zweit als allein.

Drei wesentliche Gefühle dieser Reise: Ergriffenheit, Freude, Genuss


Hier findest du auch noch die anderen Artikel des „Auch ich in Italien“ – Projekts

Reisevorbereitung für ein Abenteuer – in 8 Wochen quer durch Italien

Goethes Italienische Reise nachgereist – Etappe 1: Von Sterzing bis Verona

Goethes italienische Reise nachgereist – Etappe 2: Von Verona bis Venedig

Goethes italienische Reise nachgereist – Etappe 3: Von Venedig nach Rom


Verbreitung erlaubt :-)


2 thoughts on “Goethes italienische Reise nachgereist – Etappe 4: Von Rom nach Neapel”

  • Danke für den schönen Artikel, total spannend und er weckt schöne Erinnerungen an meinen Aufenthalt in Neapel 😊 Da hast du recht, dass es das typische Italien ist, so wie man sich das vorstellt und die Pizzen einfach unfassbar gut sind 😀 und die Amalfiküste hat mich auch ziemlich beeindruckt!

    • Hey Chrisi! Das freut mich, dass dir der Artikel gefällt und Erinnerungen wach werden 🙂 . Absolut! Das Sprichwort „Neapel sehen und sterben“ hat schon was Wahres – italienischer geht es nicht mehr 😉 !
      LG Barbara

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